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Suzuki Vitara (2025) mit Facelift im Test: Voll auf Hybrid
Eine solide Allrad-Konstante, die aber durch das automatisierte Schaltgetriebe Federn lassen muss ...

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Manuel Lehbrink 
Von: Manuel Lehbrink
8. Feb. 2025 um 12:17 Uhr
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Der Suzuki Vitara ist so etwas wie das Schweizer Taschenmesser unter den kompakten SUVs: nicht das schärfste, nicht das schickste, aber zuverlässig, funktional und stets einsatzbereit.
Seit fast zehn Jahren rollt er in seiner aktuellen Form vom Band und die Verkaufszahlen geben Suzuki recht: 2024 war der Vitara mit rund 6.000 Einheiten zusammen mit dem Ignis und dem neuen Swift auf dem Treppchen der meistverkauften Modell der Marke in Deutschland.
Bildergalerie: Suzuki Vitara 1.5 Hybrid (2025) im Test

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Quelle: Motor1.com
Um den Bestseller frisch zu halten, gab es im vergangenen Jahr ein dezentes Facelift – mit ein paar optischen Korrekturen und einem neuen Infotainment-System. Die Frage: Ist das genug, um gegen die Konkurrenz von Toyota, Hyundai oder VW zu bestehen? Oder ist der Vitara eher ein solides Relikt aus vergangenen Zeiten? Wir haben ihn getestet. Und zwar in der Version, die man nun der Tabelle entnehmen kann ...
Daten Suzuki Vitara 1.5 Dualjet Hybrid Allgrip (2025) Motor 1.462 ccm / R4-Ottomotor mit Saugrohreinspritzung + Elektromotor Getriebe automatisiertes 6-Gang-Schaltgetriebe Antrieb Allrad Systemleistung 85 kW (115 PS)
0-100 km/h
13,5 Sek. Höchstgeschwindigkeit 180 km/h Verbrauch 5,6 l/100 km (WLTP) / 6,5 l/100km (Testverbrauch) Emission 126 g/km Länge x Breite x Höhe 4.170 mm x 1.775 mm x 1.595 mm Leergewicht 1.395 kg Zuladung 375 kg Kofferraumvolumen 289 - 1.046 Liter Anhängelast 1.200 kg (gebremst, bis 12 % Steigung) / 400 kg (ungebremst) Sitzplätze 5 Preis ab 33.250 Euro (Comfort)
Was ist neu? | Was ist gut? | Was ist weniger gut? | Fazit
Was ist neu?
Optisch hat Suzuki also nur behutsam nachgeschärft. Die Frontpartie wirkt mit dem Kühlergrill in Klavierlackoptik und dem schmaler gezeichneten Scheinwerfern-Innenleben moderner. Die stärker ausgeformten Kotflügel verleihen dem Vitara ein bulligeres Auftreten, aber im Kern bleibt er sich treu. Farblich gibt es zwei neue Optionen: "Sphere Blue Pearl" mit schwarzem Dach und "Titan Dark Gray Pearl Metallic". Es sind Detailveränderungen, die den Vitara nicht revolutionieren, aber ihn zumindest ein wenig frischer aussehen lassen.

Suzuki Vitara 1.5 Hybrid (2025) im Test
Bild von: Motor1.com
Im Innenraum fällt das neue 9-Zoll-Multimedia-Display auf, das nun kabelloses Apple CarPlay und Android Auto unterstützt. Suzuki Connect, eine App-basierte Vernetzung, hält ebenfalls Einzug. Sie informiert über Fahrzeugstatus, Standort und kann per Geofencing warnen, wenn der Wagen unbefugt bewegt wird – praktisch für alle, die Angst haben, ihr Auto im Parkhaus nicht mehr zu finden. Auch sicherheitstechnisch wurde nachgebessert: Die Notbremsfunktion erkennt jetzt ein breiteres Spektrum an Objekten, und eine Kamera in der Instrumententafel überwacht das Gesicht des Fahrers. Wer also beim Gähnen sein Pokerface nicht wahrt, bekommt eine Warnung.
Unter der Haube unseres Testwagens werkelt der bekannte 1,5-Liter-Saugbenziner mit 102 PS, der von einem 24 kW (33 PS) starken Elektromotor unterstützt wird. Die Systemleistung liegt somit bei 115 PS. Die Kraftübertragung übernimmt ein automatisiertes Sechsgang-Getriebe, das den Vitara entweder auf die Vorderachse oder optional (wie bei uns) auf alle vier Räder schickt. "Allgrip" nennt der Hersteller das. Klingt spannend – aber ist es das auch?
Was ist gut?
- Praktikabilität: Der Vitara bleibt ein alltagstaugliches, kompaktes SUV mit guter Übersicht, unkomplizierter Bedienung und allen nötigen Komfort- und Sicherheitsfeatures an Bord.
- Komfort: Das Fahrwerk ist weich abgestimmt und bügelt Unebenheiten sauber weg.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit 27.100 Euro Einstiegspreis bleibt der Vitara eine erschwingliche Alternative in einem zunehmend teuren Segment. Unser Testwagen kostet in seiner Motor-Getriebe-Ausführung mindestens 33.250 Euro.
Was ist weniger gut?
- Verbrauch: Suzuki verspricht 5,6 l/100 km für den Allgrip-Hybrid, im Test kamen wir auf 6,5 l/100 km – akzeptabel, aber kein Effizienz-Wunder dieser Hybrid. Und elektrische Reichweite gibt es bei einem Vollhybrid ja sowieso nicht.
- Kofferraumvolumen: Wegen des Akkus schrumpft der Stauraum auf 289 bis 1.046 Liter. Ein VW Golf bietet mehr Platz.
- Fahrdynamik: Wer Kurvenräubern möchte, ist hier falsch. Der Vitara setzt klar auf Komfort. Hybrid-Mehrwert: Der 1.4 Boosterjet-Turbobenziner mit MHEV-Unterstützung verbraucht kaum mehr und kostet weniger. Warum also den Vollhybrid nehmen?
- Schaltstrategie des Getriebes: Das automatisierte Sechsgang-Getriebe wird durch den E-Motor unterstützt, der die berüchtigten Schaltpausen kaschieren soll. Das klappt eher so überhaupt nicht und man fühlt sich fast wie in einem Smart Fortwo der ersten Generation. Außerdem werden die Gänge teilweise unfassbar lang ausgedreht, obwohl eigentlich keinerlei Notwendigkeit bestünde. Abhilfe schafft, in den manuellen Modus zu wechseln. Oder halt die MHEV-Version mit normalem Schaltgetriebe und drittem Pedal im Fußraum zu ordern.
Andere Suzuki-Modelle im Test:
Suzuki Across Plug-in Hybrid (2024) im Test: Der bessere Toyota RAV4?
Suzuki Swift (2024) im Test: Weniger Sport, mehr Studio
Fazit: 6,5/10
Mit dem Facelift bleibt der Suzuki Vitara ein grundsolides SUV für alle, die ein unkompliziertes, bezahlbares und funktionales Fahrzeug suchen. Der Hybrid-Antrieb bringt ein paar technische Finessen, macht den Vitara aber nicht zwingend besser oder sparsamer.
Wer wirklich Geld beim Tanken sparen will, sollte genau nachrechnen – oder sich fragen, ob der 1.4 Boosterjet MHEV nicht die klügere Wahl wäre. Vor allem auch mit Blick auf die Getriebeauswahl. Unterm Strich bleibt der Vitara: ehrlich, vernünftig, aber kein Gamechanger.
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