Wohnmobil-Überwinterung: 7 Schritte für das richtige Einwintern
Tipps zu Reinigung, Entleerung und Lagerung für einen problemlosen Saisonstart
Der Winter steht vor der Tür und für viele Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzer heißt das: Einwintern! Damit das Fahrzeug im Frühjahr noch in einwandfreiem Zustand ist und keine bösen Überraschungen warten, gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Fahrzeug richtig auf den Winter vorbereiten, damit Sie 2025 ohne Probleme in die neue Saison starten können.
Schritt 1: Wassertanks entleeren und reinigen
Frostschäden sind die häufigste Ursache für Schäden an Wohnmobilen im Winter. Daher sollte das gesamte Wassersystem entleert und gründlich gereinigt werden. Um auch die letzten Wasserreste zu entfernen, sollten alle Wasserhähne geöffnet bleiben. Bei Fahrzeugen mit Mischbatterien ist darauf zu achten, dass der Griff in der Mittelstellung zwischen Kalt- und Warmwasser steht.
Ein spezielles Frostschutzmittel für Wasserleitungen kann zusätzlichen Schutz bieten. So wird das Risiko von Algen- und Bakterienbildung minimiert. Für einen noch besseren Schutz können viele Modelle ab Werk mit zusätzlichen Isolierungen ausgestattet werden, die das Fahrzeug noch kälteresistenter machen.
Wasserhahn zur Entleerung geöffnet lassen
Frisch- und Grauwassertank müssen entleert werden
Schritt 2: Batterien richtig pflegen
Bevor das Fahrzeug eingewintert wird, sollten die Batterien vollständig aufgeladen und dann vom Fahrzeug abgeklemmt werden. So wird verhindert, dass sie sich selbst entladen und im Frühjahr nicht mehr funktionsfähig sind. Es empfiehlt sich, den Ladezustand regelmäßig zu überprüfen. Zur Sicherheit sollten die Batterien bei längeren Standzeiten frostfrei gelagert werden.
Schritt 3: Reifen vorbereiten
Damit die Reifen auch nach der Winterpause in einwandfreiem Zustand sind, sollten sie gründlich überprüft werden. Passen Sie den Reifendruck den kälteren Temperaturen an, indem Sie ihn um 0,2 bis 0,5 bar erhöhen. Dadurch wird nicht nur die Fahrleistung bei kaltem Wetter verbessert, sondern auch der Verschleiß bei längeren Standzeiten minimiert. Wenn möglich, kann das Fahrzeug auf spezielle Stützböcke gestellt werden, um den Druck aus den Reifen zu nehmen. Für zusätzlichen Schutz gibt es spezielle Reifenabdeckungen, die im Winter vor UV-Strahlung und Kälte schützen.
Schritt 4: Innenraum aufräumen & reinigen
Der Innenraum sollte gründlich gereinigt und gut gelüftet werden. Alle Schränke und Fächer sollten geöffnet werden, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten und Schimmelbildung zu vermeiden. Zur zusätzlichen Sicherheit können spezielle Luftentfeuchterpakete im Fahrzeug aufgestellt werden. Diese halten die Luftfeuchtigkeit niedrig und schützen so Polster und Möbel vor Feuchtigkeitsschäden. Atmungsaktive Winterabdeckungen für Sitze und Polster bieten zusätzlichen Schutz vor kalter und feuchter Luft im Winter.
Kühl- und Gefrierschrank sollte man leeren und reinigen
Schränke für eine bessere Luftzirkulation offen lassen
Schritt 5: Reinigung außen
Nach der gründlichen Reinigung stehen die Pflege und eventuelle Reparaturen auf dem Programm. Wer beispielsweise beim Waschen des Wohnmobils oder Caravans Lackschäden festgestellt hat, sollte diese sofort ausbessern. Auch rostgefährdete Stellen am Unterboden sollten vor dem Einwintern behandelt werden. Außerdem sollten alle Gummi- und Türdichtungen gereinigt und mit Talkum oder einem anderen Pflegemittel behandelt, die Gelenke des Bremsgestänges sowie die Scharniere der Kurbelstützen eingefettet werden.
Bei der Außenreinigung auch auf Lackschäden achten
Schritt 6: Gasanlage sichern
Auch um die Gasanlage muss sich vor der Überwinterung gekümmert werden. Zunächst werden die Gasflaschen geschlossen und von der Gasversorgung des Wohnmobils oder Wohnwagens getrennt. Anschließend wird die Schutzkappe auf die Gasflasche aufgesetzt, damit kein Gas entweichen kann. Für die Lagerung der Gasflaschen wird ein trockener, gut belüfteter Ort außerhalb des Fahrzeugs empfohlen. Wichtig: Im Gegensatz zu den Wasserhähnen müssen alle Gashähne für die Überwinterung fest zugedreht werden.
Gasflaschen vor der Überwinterung ausbauen und ...
... trocken außerhalb des Campers lagern
Schritt 7: Fahrzeug sicher abstellen
Zuletzt stellt sich die Frage nach dem geeigneten Abstellplatz. Ideal ist ein ebenerdiger, trockener und witterungsgeschützter Platz, z.B. eine Garage oder ein Carport. Zum Schutz der Reifen empfiehlt sich eine aufgebockte Lagerung. Um Standplatten zu vermeiden, kann das Fahrzeug auch alle zwei bis drei Wochen ein wenig bewegt werden, damit der Reifen nicht dauerhaft an der gleichen Stelle belastet wird. Optimal ist es natürlich, den Wohnwagen oder das Wohnmobil so hoch aufzubocken, dass die Räder völlig entlastet werden.
Mit diesen einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass Ihr Camper oder Caravan auch im Frühjahr wieder einsatzbereit ist und Sie sorgenfrei in die neue Campingsaison starten können.
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