Fiat Grande Panda verzögert sich aufgrund von Softwareproblemen
Die Bestellungen werden ausgesetzt und die ersten Lieferungen wohl erst Mitte 2025 erfolgen
Der Grande Panda, der im Juni als großer Hoffnungsträger von Fiat vorgestellt wurde, wird wahrscheinlich nicht planmäßig in den Handel kommen. In Ländern wie Frankreich und den Niederlanden, in denen der günstige Kleinwagen bereits angekündigt wurde, werden neue Bestellungen ausgesetzt und die Lieferfrist für bereits bestellte Fahrzeuge wird verschoben.
Es scheint, dass die ersten Käufer das Modell erst Mitte 2025 (und nicht mehr Anfang des Jahres) erhalten werden. Der Grund für die Verzögerung beim Grande Panda sind angeblich Probleme in der Software, insbesondere bei der Bedienung der Fahrerassistenzsysteme.
Fiat Grande Panda (2024)
Einzelheiten zu den Fehlfunktionen sind noch nicht bekannt, und alles deutet darauf hin, dass Fiat die Bestellungen erst dann wieder aufnehmen wird, wenn die Fehler vollständig behoben sind. Darüber hinaus hat der Start der Serienproduktion in Serbien wegen der Modernisierung der Anlagen länger gedauert als erwartet.
Sowohl auf dem niederländischen als auch auf dem französischen Markt hat sich Fiat dafür entschieden, den Grande Panda zunächst nur in der Elektro-Variante anzubieten und so das öffentliche Interesse an der Elektrifizierung zu wecken.
Die nun verzögerte Elektroversion wird jedoch dazu führen, dass sich die Einführung der (Mild-)Hybrid-Konfigurationen (die den Löwenanteil ausmachen dürften) weiter verzögert. Bis sich die Situation geklärt hat, wird die Marke in diesem Segment durch den alten Panda vertreten sein, der immer noch auf dem Markt ist.
Fiat Grande Panda (2024)
Diese Übergangsphase, in der sich das Portfolio befindet, wird als einer der Hauptgründe für den Niedergang von Fiat auf mehreren europäischen Märkten genannt: Die Marke verabschiedet sich von kommerziell wichtigen Baureihen wie dem Verbrenner-500 (Ersatz kommt hier nicht vor Ende 2025) und hat noch nicht mit der vollständigen Vermarktung neuer Modelle begonnen. In Italien zum Beispiel läuft der Automobilhersteller ernsthaft Gefahr, zum Jahresende von Toyota überholt zu werden und seine historische Führungsposition im eigenen Land zu verlieren.
Neuer Panda in Brasilien?
Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Olivier François "kann Fiat nicht regelmäßig profitabel werden, wenn wir unsere europäischen und südamerikanischen Sparten nicht zusammenlegen". Angesichts dessen besteht die Möglichkeit, dass der Grande Panda als Inspiration für den Nachfolger des Argo eine Option für den brasilianischen Markt wird, wie es 2010 mit dem Uno geschah.
Quelle: Motor.es
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