Ineos präsentiert fünf gewagte Grenadier in Goodwood
Sieht so der Geländewagen der Zukunft aus? Ineos sagt JA
Der Ineos Grenadier gilt als der ultimative Geländewagen. Nun wurden beim diesjährigen Goodwood Festival of Speed mehrere Prototypenvarianten vorgestellt, die seine Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen sollen. Die britische Marke kann sich vorstellen, in Zukunft viele verschiedene Varianten auf der Leiterrahmenbasis des Grenadier zu entwickeln.
Zu den präsentierten Modellen gehörten unter anderem der Grenadier Quartermaster und ein Grenadier Station Wagon mit Portalachsen vom deutschen Zulieferer LeTech, um eine gesteigerte Bodenfreiheit und Wattiefe zu erreichen. Diese Modifikationen umfassen ein höhergelegtes Chassis und größere Geländereifen, wodurch die Bodenfreiheit auf 514 Millimeter und die Wattiefe auf 1.050 Millimeter erhöht wurden.
Ein weiterer Prototyp war der Quartermaster Pick-up mit kurzer Ladefläche, auch „Shortermaster“ genannt, der von Ineos-Ingenieuren entwickelt wurde. Dieser Pick-up basiert auf einem regulären Grenadier Station Wagon, jedoch mit einem um 305 Millimeter kürzeren Radstand. Die Rücksitze wurden nach vorn versetzt, um die Kapazität der Ladefläche zu optimieren.
Unser Highlight ist der Grenadier V8, der von technischen Auszubildenden des IneosS-Partners Magna entwickelt wurde. Dieser Prototyp verfügt über einen 6,2-Liter-V8-Benzinmotor von GM, der den ursprünglichen BMW 3,0-Liter-Reihensechszylinder ersetzt. Die Modifikationen umfassten eine vollständige Überarbeitung der Motorlager, der Motorelektrik und -elektronik sowie der Kühlungssysteme und des Auspuffs. Da kann sich der Mercedes-AMG G 63 schon mal die Trainingsjacke anziehen.
Ein weiterer bemerkenswerter (wenn man es positiv ausdrückt) Prototyp war der achtsitzige Safari-Grenadier, der von Ineos Kavango aus Botswana modifiziert wurde. Dieses Fahrzeug wurde speziell für Tierbeobachtungen optimiert und bietet Platz für drei gestaffelte Sitzreihen, die allen Passagieren eine hervorragende Sicht ermöglichen. Zusätzlich verfügt das Fahrzeug über spezielle Schutzbügel und individuelle Leichtmetallräder mit Geländereifen.
Schließlich wurde der erste FIA-konforme, rallyefähige Grenadier von Buzz Special Vehicles vorgestellt. Dieser Prototyp ist für die Teilnahme an der Rallye-Raid-Weltmeisterschaft 2025 vorgesehen und verfügt über eine leistungsgesteigerte Version des regulären BMW 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Benzinmotor. Zu den Modifikationen gehören eine Sportauspuffanlage, ein Rennfahrwerk, stärkere Bremsen und eigens entwickelte Leichtmetallräder. Der Innenraum wurde puristisch gestaltet und mit einem Überrollkäfig sowie Schalensitzen ausgestattet.
Lynn Calder, CEO von Ineos Automotive, betonte die Vielseitigkeit der Rahmenbauweise des Grenadier und kündigte weitere Innovationen für zukünftige Produkte und Limited Editions an. Die neue Markenkampagne unterstreiche, dass der Grenadier „Gebaut für mehr“ ist, und in den kommenden Jahren sollen weitere Entwicklungen zeigen, was dies bedeutet. Derweil hat man den Start des rein elektrischen Fusilier von 2027 auf unbstimmte Zeit verschoben.
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