Porsche hat dem 911 ja erst diese Woche ein großes Facelift verpasst. Inklusive neuem 541-PS-Super-Hybrid für den 911 GTS. Damit beweisen die Zuffenhausener, dass Hybrid auch cool (und nicht sooo schwer) sein kann, aber ein bisschen aufregender geht natürlich trotzdem und wir haben das Gefühl, dass da bald etwas sehr Aufregendes auf uns zukommen könnte. 

Die Rede ist von einem neuen 911 GT2 RS. Wie schon beim 997 und 991 wird erwartet, dass auch die Baureihe 992 in der zweiten Hälfte ihres Lebens die "Brachiales Urviech"-Behandlung bekommt. 2025 könnte es soweit sein. Jetzt heizt ein spezieller Prototyp, der aktuell auf und um den Nürburgring seine Testrunden dreht, die Spekulationen weiter an. 

Auf dem Youtube-Kanal von CarSpyMedia ist das Auto in seiner natürlichen Umgebung zu sehen. Natürlich herrscht ein wenig Verwirrung, denn der Wagen sieht von außen exakt aus wie der aktuelle GT3 RS. Bei dem handelt es sich, wie Sie wissen, um einen 4,0-Liter-Sauger, der 9.000 Touren dreht und entsprechend kreischt und schreit. Selbst die Aufkleber auf den Türen sagen "GT3 RS". Aber hören Sie mal etwas genauer hin, wie das gute Stück klingt. Sie werden schnell feststellen, dass da irgendwas nicht ganz stimmen kann. 

Das ganz hohe Sägen des Hochdrehzahl-Saugmotors ist verschwunden. An seine Stelle tritt ein tieferes, weniger singendes Gurgeln. Dieses Auto klingt nicht wie ein GT3 RS. Ehrlich gesagt klingt es mehr nach dem GT2 RS der letzten Generation. Zur Erinnerung: Selbiger hat einen 3,8-Liter-Biturbo-Boxer mit 700 PS und 750 Nm an Bord. 

Eigentlich ist es gar nicht so überraschend, dass Porsche den kommenden GT2 RS in der Hülle des aktuellen GT3 RS testet. Die letzten Generation nutzte einen Großteil der GT3-RS-Karosserie. Lediglich an Front und Heck gab es leichte Änderungen.  

Die letzte Generation GT2 RS ist der Spitzenprädator der 991-Baureihe, beschleunigt in 2,8 Sekunden von 0-100 km/h und in 8,3 Sekunden von 0-200 km/h. Höchstgeschwindigkeit: 340 Sachen. 2017 stellte man damit den Nürburgring-Rekord für den schnellsten Serien-Hecktriebler auf. 2021 wurde der von Manthey Racing optimierte GT2 RS MR sogar zum schnellsten Serienfahrzeug insgesamt auf der Nordschleife. 

Bedenkt man, wie extrem man beim 992 GT3 RS an Fahrwerk und Aerodynamik gearbeitet hat, dürfte der nächste GT2 RS wirklich ganz schön verrückt werden.