Manch einer hier mag den Polaris Slingshot kennen. Oder den KTM X-Bow. Aber haben Sie schon einmal vom Engler V12 gehört? Wahrscheinlich nicht. Dabei handelt es sich um ein Super-Quad, das jetzt bereits eine zweite Generation erhält. Mit bis zu 1.200 PS bei einem Leergewicht von 1.200 kg. Halleluja und sprechen Sie jetzt bitte Ihre Gebete ...

Die Firma Engler wurde bereits 2014 von Victor Engler gegründet. Kurze Zeit später stellte man ein Quad mit V10-Motor vor, das ein bisschen wie ein geschrumpfter Audi R8 aussah. Und dieser Mini-R8 hatte zwar vier Räder, aber es fehlten das Dach, richtige Sitze und ein Lenkrad. Stattdessen gab es viel Frischluft, eine Sitzbank für zwei Personen und einen Lenker mit Griffen links und rechts. Verrückt.

Bildergalerie: Engler V12 (2024)

Das jetzt vorgestellte neue Modell hat im Designprozess einige Kanten verloren, an optischer Eigenständigkeit gewonnen und ist gleichzeitig dem verrückten Quad-Ansatz komplett treu geblieben. Der Name "Engler V12" deutet dabei an, dass in dem 3D-gedruckten Carbon-Monocoque mit Titan-Elementen möglicherweise ein Zwölfzylinder zum Einsatz kommen könnte. Die prognostizierte Leistung von 700 bis 1.200 PS und das angestrebte Drehmoment von bis zu 1.200 Nm sprechen jedenfalls dafür.

Weitergegeben wird die Kraft jedenfalls über ein schon spezifiziertes 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Ob dann nur die Hinterachse mit Power versorgt wird oder alle Räder auf die Suche nach Grip geschickt werden, ist allerdings nicht bekannt. Ebenso die Fahrleistungen. Aber bei einem Leistungsgewicht von 1 kg/PS (ohne Besatzung) könnten diese ziemlich wild ausfallen. Wie wild? Hier gibt's die Top 10 der Autos mit dem aktuell besten Leistungsgewicht!

Aber zurück zum Engler: Die Aufhängung besteht aus einer geschmiedeten Aluminium- und Titanlegierung. Sie arbeitet mit unabhängigen Doppelquerlenkern mit Schraubenfedern sowie elektronisch gesteuerten Stoßdämpfern. Die Bremsen? Vier belüftete Carbon-Keramik-Scheiben kommen zum Einsatz. 410 x 38 mm mit monolithischen 6-Kolben-Bremszangen vorne und 390 x 34 mm mit 4-Kolben-Bremszangen hinten. Die 20-Zoll-Magnesium-Felgen sind mit Michelin Pliot Sport Cup 2-Reifen (245/30 R20 vorne und 305/30 R20 hinten) ummantelt.

Wann genau diese halsbrecherische Quad-Rakete auf die Menschheit losgelassen wird, wie es mit einer Straßenzulassung für Europa aussieht (auf der offiziellen Website kommuniziert der Hersteller nur eine Genehmigung für die USA, aber da man einen Slingshot auch hierzulande in den öffentlichen Verkehr bekommen hat ...) und welchen Preis man erwarten kann? Abwarten. Auch wenn es schwer fällt.