Kleinstfahrzeuge für junge Menschen liegen momentan irgendwie im Trend. Zumindest wünschen sich das Konzerne wie Stellantis, die mit dem Ami-Topolino-Rocks-e-Dreigestirn von Citroën, Fiat beziehungsweise Opel aktuell jeweils 45 km/h schnelle Leichtkraftfahrzeuge ins Programm genommen haben, die auch ohne Autoführerschein von unter 18-jährigen Personen gefahren werden können. Das soll cool sein, ist es aber irgendwie nicht so wirklich.

Wer bisher trotzdem noch vor der Volljährigkeit ein halbwegs komplettes Auto fahren wollte, hatte – bei entsprechend prall gefülltem Konto der Eltern – eine weitere Option: den Ellenator. Ein Umbau des Fiat 500 auf ein Fahrzeug mit L5e-Zulassung, sodass der stylische Italiener auch schon mit 16 Jahren und dem Führerschein der Klasse A1 bewegt werden darf. Und jetzt gibt's "Dasselbe in Grün" auf VW Up-Basis. Im wahrsten Sinne des Sprichwortes. Vorhang auf für den Geparda.

Bildergalerie: Geparda (2024)

Der Geparda darf als weiteres L5e-Fahrzeug über 20 PS verfügen, die Gewichtsbegrenzung liegt bei 1.000 kg. Eine besondere Regelung erlaubt, die eigentlich auf drei Räder limitierte Karosse, auf vier Räder zu stellen, sofern diese als Zwillingsbereifung ausgeführt werden.

Die Höchstgeschwindigkeit ist durch die Leistung limitiert und erreicht auf der Geraden trotzdem ziemlich sportliche 110 km/h. Und deshalb darf der Nachwuchs mit dem Gefährt theoretisch sogar auf die Autobahn fahren. Gut, dass der Geparda mit sämtlichen Sicherheitssystemen eines modernen Autos ausgestattet ist – darunter ESP, ABS und Airbags. Für mehr Komfort gibt's an Bord auch eine Klimaanlage.

Bei dem Motor handelt es sich um das normale 1,0-Liter-Dreizylinder-Aggregat von VW, der allerdings auf die erwähnten 20 PS gedrosselt wurde. Geschaltet wird über ein manuelles 5-Gang-Getriebe. An der Vorderachse kommt ein Stabilisator von H&R zum Einsatz, während spezielle Federn der Firma Eibach an der Hinterachse verbaut wurden. Gebremst wird vorne mit Scheiben, hinten mit Trommeln. Das Leergewicht wird mit 908 kg angegeben, die zulässige Gesamtmasse liegt bei 1.330 kg. Und der Verbrauch? Der wurde über den für Zweiräder üblichen WMTC-Zyklus ermittelt. Er liegt bei 4,9 l/100km.

Die ersten Einheiten wurden bereits ausgeliefert. Einen Neupreis nennt der in Bad Homburg ansässige Hersteller auf seiner Website aber nicht. Stattdessen werden bereits verfügbare Fahrzeuge aufgeführt und hier liegen die Preise bei rund 20.000 Euro. Viel Geld, aber Kinder waren ja noch nie eine günstige Angelegenheit. Und Coolness kostet.