Mercedes-Benz hat nie ein von AMG modifiziertes G-Klasse Cabriolet hergestellt. Der G 500 Final Edition aus dem Jahr 2013 mit seinem V8-Saugmotor kam dem da noch am nächsten. Refined Marques hat deshalb beschlossen, die Marktlücke mit einem eigenen AMG-Cabriolet der G-Klasse zu füllen. Komplett mit bezaubernden Selbstmördertüren.

Das Mercedes-AMG G 63 Cabriolet von Refined Marques ist eines von 20 Sonderanfertigungen, die auf dem neuen G 63 basieren und dessen 585 PS starken V8-Biturbo-Motor enthalten. Während der allgemeine Stil des Verdecks dem des zweitürigen Final Edition-Modells entspricht, hat das Unternehmen zwei kleinere Türen für die Rückbank hinzugefügt, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern.

Ahmed Al Bakry, CEO von Refined Marques, erklärt gegenüber Motor1, dass die hinteren Türen ursprünglich so konzipiert waren, dass sie sich traditionell öffnen ließen, wie man es von einer normalen G-Klasse gewohnt ist. "Dann habe ich gesagt, nein, wir machen sie zu Selbstmördertüren, weil das den Zugang für große Passagiere erleichtert", sagt Al Bakry.

Bildergalerie: Mercedes-AMG G 63 Cabriolet (2023)

Al Bakry erzählt, dass ein amerikanisches Supermodel – dessen Namen er nicht nennen möchte – ihn sofort anrief, als sie von dem G 63 Cabriolet erfuhr, und sich über die Rücksitze ihres aktuellen G-Cabrio beschwerte. Sie bot an, das erste Exemplar auf diesen Fotos zu kaufen, entschied sich dann aber für eines der anderen 20 Modelle in der Warteschlange. 

Interessanterweise sollte dieses G 63 Cabriolet ursprünglich ein Einzelstück sein. Al Bakry sagt, er habe die Idee von seinem Sohn bekommen. "Ich habe einen G Brabus, den ich für ihn gebaut habe; es ist ein Einzelstück", sagt Al Bakry. "Eines Tages fuhren wir im Stau und er fragte mich: 'Baba, warum machst du nicht ein Verdeck, das sich öffnen lässt, und eine kleine Tür für mich, damit ich ein- und aussteigen kann? Und das hat mich fasziniert."

Während des Entwicklungsprozesses erzählte Al Bakry seinen Freunden und Kunden – meist sehr wohlhabenden Sammlern aus dem Nahen Osten – von dem Auto. Natürlich wollten sie alle einen eigenen Wagen haben. So wurde aus dem Einzelstück ein One-of-20. 

Und nur weil dieses G 63 Cabriolet kein Werksprodukt ist, sollte man nicht glauben, dass es in aller Eile gebaut wurde. Refined Marques benötigte 18 Monate Entwicklungszeit, um dieses Fahrzeug hinzubekommen. Al Bakry sagt, dass seine Kunden nichts akzeptieren würden, was weniger als Werksqualität ist. Er präsentierte das fertige Produkt sogar einem ehemaligen Leiter der Qualitätskontrolle bei Mercedes-Benz, der nach einer Stunde Suche keinen einzigen Fehler finden konnte.

Natürlich sind die meisten der 20 geplanten Exemplare bereits verkauft worden. Wenn Sie also eine dieser besonderen G-Klassen haben möchten, müssen Sie sie aus zweiter Hand kaufen. Günstig geht aber anders. Der Besitzer des hier gezeigten Exemplars in "China Blue" hat anscheinend bereits ein Angebot erhalten, das mehr als das Doppelte des Startpreises von über einer Million Euro betrug. Uff.