Breitbauversionen von Supersportwagen? Geschmacksache! Trotzdem sind diese Widebody-Kreationen von Ferrari, Lamborghini, McLaren und Co. schon seit Jahren im Programm von Novitec. Und jetzt entwickelte der Tuner für den Urus S und den Urus Performante ein Karosserie-Kit namens Esteso. Die zur Optik passende Leistungssteigerung gibt es ebenfalls. Toll.

Die auffallenden Kotflügelverbreiterungen an Vorder- und Hinterachse machen die aktuellen Urus-Modelle vorne zehn und an der Hinterachse sogar zwölf Zentimeter breiter. Dadurch entsteht viel Platz für eine doch recht gewaltige Rad-Reifen-Kombination: In Kooperation mit Vossen wurden neue Novitec-NL5-Leichtmetallfelgen in den Dimensionen 10.5Jx23 vorne und 12Jx23 für die Hinterachse entwickelt. Die Nabendeckel im Zentralverschlussdesign sorgen dabei für Racing-Look. Bezogen sind die Felgen mit 285/35 R 23- und 325/30 R 23-Reifen.

Bildergalerie: Novitec Esteso auf Basis Lamborghini Urus

Darauf abgestimmte Sportfedern legen den Performante um ca. 25 Millimeter tiefer. Für das Luftfahrwerk des Urus S gibt es ein Fahrwerksmodul, das die Karosserie um das gleiche Maß tieferlegt. Ansonsten gibt's viel Sichtcarbon und viel Spoiler-Spaß. Auf einer Gesamtbreite von 2,13 Metern. Das wars dann endgültig mit der linken Spur und diesem Lamborghini in der Baustelle. Zumindest rechtlich. 

Damit auch die Power zur Optik passt, bietet Novitec verschiedene Leistungssteigerungen an. In der höchsten Stufe wächst die Leistungsausbeute gegenüber der Serie um 116 PS und 182 Nm an. 782 PS bei 6.200 U/min stehen bereit. Dazu kommt das maximale Drehmoment von 1.032 Nm bei 2.900 Touren. Das Performante-Allrad-SUV katapultiert sich so in nur 3,1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Mit 311 km/h gehört der Esteso Widebody außerdem auch zu den SUVs mit der weltweit höchsten Höchstgeschwindigkeit.

Einen Preis für die Umbauten und Leistungsupdates nennt der Hersteller übrigens nicht. Wenn Sie aber bereits einen Urus Performante in der Garage stehen haben, sollten die paar Extra-Euros wohl auch noch drin sein, um sich in der Nachbarschaft endgültig als geschmacklichen Grenzgänger outen zu können.