Erst vor ein paar Wochen hat Alfa Romeo sein Portfolio um das Kompakt-SUV Tonale erweitert, aber es wird schon konkret über eine weitere erhebliche Vergrößerung der eigenen Modellpalette gesprochen. In einem Interview mit der niederländischen Autoweek bestätigte Alfa-Chef Jean-Philippe Imparato, dass man eine ganze Reihe größerer Autos auf den Markt bringen werde.  

Im Visier hat Imparato vor allem den BMW X5, den X6 und den 7er. Das bedeutet, die neuen Modelle werden oberhalb der jetzigen Topmodelle Giulia und Stelvio positioniert. Es ist nicht das erste Mal, dass Imparato über ein zusätzliches SUV in Alfas Modellprogramm spricht. Allerdings erwähnt er erstmals größere Modelle.  

In einem Interview aus dem letzten Jahr gab der Alfa-Boss bekannt, dass ein kleineres SUV unterhalb des Tonale als eines von fünf neuen Modellen bis zum Jahr 2026 erscheinen wird. Der subkompakte Crossover soll 2024 erscheinen. Als Name wird Brennero heiß gehandelt. 

Die Ankündigung deutlich größerer Fahrzeuge mag überraschend klingen, aber sinnvoll erscheint sie allemal. In dem Interview mit Autoweek erwähnte Imparato, dass man ins profitabelste Segment der Welt vordringen wolle. Die neuen Modelle dürften also luxuriöser ausgerichtet sein und sich an eine Kundschaft richten, bei der das Geld lockerer sitzt. 

In diesem Zusammenhang sagte er auch, dass man den chinesischen Markt ins Auge fasse. Keine große Überraschung, wenn man bedenkt, wie unstillbar der chinesische Hunger nach großen, luxuriösen Autos ist.

Imparato hatte noch keine konkreten Informationen zu den künftigen größeren Alfa Romeo-Modellen parat, allerdings teilte er ein wichtiges Detail mit: Den Zeitplan. Im Interview sagte er, dass man die angesprochenen Modelle bis 2027 erwarten dürfe. 

Ob es sich bei den luxuriöseren neuen Alfas um reine Verbrenner oder Elektroautos handeln wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu sagen. Allerdings verkündete Stellantis erst vor kurzem, dass die Verkäufe in Europa bis zum Jahr 2030 zu 100 Prozent elektrisch sein sollen. Daher ist zu erwarten, dass die kommenden BMW-Rivalen zumindest elektrifiziert sein werden. 

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