Der lange Weg zur Serienproduktion hat ein Ende. Hennessey hat endlich den ersten Venom F5 an einen Kunden ausgeliefert. Die Studie wurde ja bereits vor vier Jahren gezeigt, die Serienversion des Hypercars debütierte dann im Dezember 2020. Jetzt haben die Texaner das Auto Nummer 1 an eine vermutlich recht wohlhabende Person ausgeliefert, die mindestens 2,1 Millionen Dollar bezahlt hat.

Auf diesen Venom F5, der im Farbton Mojave Gold lackiert zu sein scheint, werden nur 23 weitere Fahrzeuge folgen. Der Tuner-Schrägstrich-Automobilhersteller will seine Hochleistungsmaschine wirklich exklusiv halten. Wer den F5 kaufen möchte, braucht nicht nur verdammt tiefe Taschen, er sollte auch ordentlich Schneid mitbringen, denn das Speed Beast kommt komplett ohne Airbags.

Das hat Folgen für die Straßenzulassung. In den USA zumindest, kann das Auto nur mit einem sogenannten Show-and-Display-Titel zugelassen werden kann. Der begrenzt die jährliche Fahrleistung auf 2.500 Meilen, also gut 4.000 Kilometer.

 

Wie nicht anders zu erwarten ist die gesamte Produktion längst ausverkauft. Unterdessen hat Hennessey versprochen, dass der Venom F5 die 300-mph-Grenze durchbrechen wird. Und man möchte noch eine weitere magische Zahl erreichen - 500 km/h (311 mph) sind das Ziel. Bei Aerodynamik-Tests, für die der 6,6-Liter-Biturbo-V8 auf 900 PS gedrosselt wurde, schaffte das Auto Anfang des Jahres "nur" 200 mph (322 km/h). Allerdings entspricht diese Leistungsstufe in etwa der Hälfte dessen, was maximal möglich ist - 1.817 PS.

Hennessey dürfte über kurz oder lang die Geschwindigkeitsrekorde des Bugatti Chiron Super Sport 300+ und des Koenigsegg Agera RS angreifen wollen, doch bevor es soweit ist, wurde ein neues Venom F5-Modell enthüllt. Das Mittelmotor-Monster, ab Anfang Dezember in der Hypercar-Ausstellung des Petersen Museums in Los Angeles zu sehen, erstrahlt im neuen Farbton Lausanne-Silber inklusive sehr patriotischer rot-weiß-blauer Akzente.

Für unerfahrene Piloten dürfte sich der Venom F5 eher weniger gut eignen, schließlich werden die immense Leistung und die 1.617 Newtonmeter ausschließlich auf die Hinterräder übertragen. Hennessey verspricht absolut barbarische Beschleunigungswerte: Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h soll 2,6 Sekunden dauern. Von null auf 200 km/h sollen 4,7 Sekunden, von null auf 300 km/h 8,4 Sekunden und von null auf 400 km/h 15,5 Sekunden vergehen.

Hennessey zufolge wird es in Bälde "mehrere wichtige Ankündigungen" in den sozialen Medien zu lesen geben. Wir könnten uns vorstellen, dass es dabei um einen neuen Höchstgeschwindigkeitsrekord für Serienfahrzeuge gehen wird. Offenbar plant auch SSC North America, einen neuen 300-mph-Anlauf mit dem Tuatara nachdem der ursprüngliche Versuch von diversen Kontroversen begleitet wurde.

Bildergalerie: Hennessey Venom F5 Lausanne Silver