Jetzt gibt es auch erste Angaben zum Preis des SUVs

Nach wie vor ist der VW Tiguan das erfolgreichste SUV Europas und eines der erfolgreichsten Modelle weltweit. Für den Konzern wurde er seit der Weltpremiere 2007 auf der IAA in Frankfurt mit bereits 6,4 Millionen verkauften Einheiten zu einer der tragenden Produktsäulen.

2011 gab es eine erste umfassende Modellpflege, 2015 präsentierte Volkswagen die zweite Generation auf Basis des MQB, 2017 folgte die siebensitzige XL-Version namens Tiguan Allspace mit 110 Millimeter längerem Radstand. Sie wird in den USA als einziger Tiguan verkauft.

Da seit 2017 nun etwas mehr als vier Jahre ins Land gegangen sind und der kurze Tiguan im vergangenen Jahr mit einem Facelift beglückt wurde, ist nach Adam Riese nun der Allspace mit einer Auffrischung an der Reihe.

VW Tiguan Allspace Facelift (2021)
VW Tiguan Allspace Facelift (2021)
VW Tiguan R (2020)
VW Tiguan R (2020)

Dabei bleiben die wirklichen Überraschungen natürlich aus, denn seit je her sind die beiden Radstandversionen technisch weitgehend identisch und unterscheiden sie sich in erster Linie durch das Design der Front, das Raumangebot im Fond und den Umfang der Serienausstattung voneinander.

Der Tiguan Allspace wächst mit der überarbeiteten Front designbedingt auf eine Länge von 4,72 Meter (plus 22 mm). Alle Innenabmessungen bleiben gleich. Die auffälligste äußere Änderung zeigt sich an der neu gestalteten Frontpartie, die erstmals über LED-Matrix-Scheinwerfer namens IQ.Light verfügt.

Das Schlechtwetterlicht ist jetzt in den serienmäßigen LED-Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht integriert. Der Kühlergrill trägt das zweidimensionale Logo. Links und rechts davon setzt eine beleuchtete Leiste einen Akzent. Neu im Farbprogramm? Oryx White und Kings Red. Die neuen 18-Zoll-Leichtmetallräder namens Frankfurt runden das Exterieur-Update ab.

Bildergalerie: VW Tiguan Allspace Facelift (2021)

Die große Revolution in der Motorenpalette des Tiguan Allspace bleibt übrigens aus. Kein MHEV, kein PHEV, nichts. Der 1.4 eHybrid aus dem kurzen Tiguan könnte allerdings noch nachgeschoben werden. Ob VW den Allspace jedoch auch mit einer R-Version und dem 2,0-TSI mit 320 PS versehen wird, bleibt fraglich und eher unwahrscheinlich.

So sieht die Allspace-Pallette aus: Die 2,0-Liter-TDI-Motoren leisten 110 kW (150 PS) oder 147 kW (200 PS) und sind an einen doppelten SCR-Katalysator mit zweifacher AdBlue-Einspritzung gekoppelt. Die Diesel schalten serienmäßig mit 7-Gang-DSG, Allradantrieb ist nur bei der stärkeren Selbstzünder-Version Serie.

Auf der Benziner-Seite markiert der 1,5-Liter-TSI mit 110 kW (150 PS) und 6-Gang-Schaltgetriebe (7-Gang-DSG optional) samt Zylinderabschaltung den Einstieg. Die beiden 2,0-Liter-TSI sind an ein 7-Gang-DSG gekoppelt und geben ihre Leistung von 140 kW (190 PS) beziehungsweise 180 kW (245 PS) serienmäßig an alle vier Räder ab.

Die Anhängelast mit Allradantrieb beträgt bis zu 2,5 Tonnen. Der Kofferraum bietet 760 bis 1.920 Liter Volumen (Fünfsitzer) beziehungsweise 700 bis 1.755 Liter (Siebensitzer). Zum Vergleich: Beim fünfsitzigen Tiguan mit kurzem Radstand sind es 615 bis 1.655 Liter.

VW Tiguan Allspace Facelift (2021)
VW Tiguan Allspace Facelift (2021)

Neu konzipiert hat VW hingegen die Ausstattungsmatrix des Tiguan Allspace. Künftig gibt es das SUV in den Versionen "Life", "Elegance" und "R-Line". Darunter rangiert eine Basisversion, welche einfach auf den Namen "Tiguan" hört.

Alle neuen Linien sind nochmals besser ausgestattet als die vergleichbaren Vorgänger. Zur generellen Ausstattung des Tiguan Allspace für zählen nun unter anderem ein neues Multifunktions-Lederlenkrad, eine Fernlichtregulierung, ein Infotainmentsystem mit mindestens 8,0 Zoll großem Display, Online-Dienste, eine automatische Distanzregelung und ein Notbremsassistent.

VW Tiguan Allspace Facelift (2021)
VW Tiguan Allspace Facelift (2021)
VW Tiguan Allspace Facelift (2021)

Das Cockpit und gesamte Interieur sieht übrigens genauso aus wie im bereits gelifteten Tiguan ohne Siebensitzer-Option. So erfolgt jetzt auch im Allspace die Steuerung sämtlicher Klima-, Heiz- und Lüftungsfunktionen über ein neues digitalisiertes Modul in der Mittelkonsole.

Touchflächen und Slider übernehmen die Funktion von Drehreglern und Tasten. Darunter liegen jetzt zwei beleuchtete USB-C-Schnittstellen und ein Fach zum induktiven Laden des Smartphones.

Helfer-Updates gibt es ebenfalls. VW fasst sie unter der Dachmarke IQ.Drive zusammen. Die neuen Bausteine darin sind das Fahrerassistenzsystem Travel Assist, das bis 210 km/h das Lenken, Bremsen und Beschleunigen des Fahrzeugs übernehmen kann.

Hinzu kommt die neueste Version der automatischen Distanzregelung, welche nun die Signale der Frontkamera sowie bei Modellen mit Navigationssystem die GPS- und Kartendaten in die Regelung mit einbezieht und so vorausschauend lokale Geschwindigkeitshinweise, Ortseinfahrten, Kreuzungen oder Kreisverkehre berücksichtigt.

Das serienmäßige Umfeldbeobachtungssystem kann darüber hinaus jetzt noch besser auf Personen reagieren, die in unübersichtlichen Situationen im Begriff sind, die Fahrbahn zu überqueren. Die neuste Generation des Spurhalteassistenten erkennt nun noch besser die Fahrspur und natürliche Spurbegrenzungen wie etwa eine Grünfläche.

Zur geplanten Markteinführung äußert sich VW noch nicht. Und auch Preise hat der Hersteller bislang noch nicht kommuniziert. Rechnen Sie jedoch mit einem Allspace-Aufpreis von rund 2.000 Euro gegenüber dem kurzen Tiguan. Damit dürfte das neue Modell bei rund 37.000 Euro starten.

Wie sich zeigt, lagen wir mit dieser Einschätzung von Mitte Mai gut im Rennen: Der Einstiegspreis für das Modell "Life" als 1.5 TSI mit 110 kW (150 PS) und 6-Gang-Schaltgetriebe wird seitens VW mit 36.230 Euro angegeben.