Die Supersportwagen-Entwicklung findet Indoor, auf der Straße und der Rennstrecke statt: Wir erzählen davon in Episode 2!

Wir waren vom V12 des MC12 begeistert und lernten dann das Herz des MC20, den Nettuno-Motor, in einer spannenden ersten Folge kennen (wenn Sie sie verpasst haben, können Sie sie hier ansehen).

Aber jetzt nimmt Motor1.com Sie endlich hinter das Steuer des neuen Supersportwagens von Maserati mit. Auch wenn wir erst später auf die Rennstrecke kommen werden ... in unserem Video sehen Sie, warum!

Mister DIM

Leider muss man nämlich bedenken, dass die Zeit bei der Entwicklung eines völlig neuen Autos nie wirklich ausreichend ist. Und genau hier kommt die Technologie zur Rettung.

Rund 1.500 Techniker arbeiten in den verschiedenen Abteilungen des Produktentwicklungszentrums. Im Innovation Lab in der Via Emilia Ovest finden Sie einen der Hauptprotagonisten bei der Entwicklung des neuen MC20: Es handelt sich um den dynamischen Simulator DIM (Driver-in-Motion) der neuesten Generation, auf den Maserati ebenso stolz ist wie auf die Methode, mit der seine Technologie genutzt wird.

Dank seiner neun Aktuatoren mit einer Reichweite von 2,5 Metern ermöglicht der Simulator die physikalische Nachbildung von Beschleunigungen in alle Richtungen. Außerdem ist durch das aktive Eingreifen von Sitzen und Gurten das Fahrgefühl und damit die Erfassung genauerer Daten sehr, sehr realistisch.

Dank DIM ist es also möglich, die Entwicklungszeit eines neuen Fahrzeugs konkret zu verkürzen und eine Reduzierung der Zeit bis zur Markteinführung um bis zu 50 Prozent zu erreichen, dank der Möglichkeit, sogar 90 Prozent der gesamten Entwicklung des Fahrzeugs am Simulator durchzuführen. Dies bietet unendliche Vorteile. Vor allem dann, wenn die Logistik durch weite Strecken, ungünstige Witterungsbedingungen oder z. B. eine laufende Pandemie erschwert wird.

Motorstart

In dieser zweiten Folge erwecken wir schließlich den Nettuno in einer geeigneteren Umgebung zum Leben, den Randsteinen der Rennstrecke von Modena. Und zwar zusammen mit einem der "Väter", der stets präsent ist, wenn es darum geht, die Qualitäten seines MC20-Babys zu illustrieren.

Maserati MC20: Vom virtuellen Modell zur Realität
Maserati MC20: Vom virtuellen Modell zur Realität
Maserati MC20: Vom virtuellen Modell zur Realität

Federico Landini ist viele Kilometer am Steuer von Prototypen und Vorserienmodellen des MC20 gefahren. Strecken, die sich zu den drei Millionen Kilometern addieren, die alle Tester zwischen virtueller Realität und dem Fahren unter realen Bedingungen zurückgelegt haben. Bei jedem Wetter und jeder Temperatur. Wie Sie in der nächsten Folge sehen werden ...

Um maximale Zuverlässigkeit zu bescheinigen und die bestmögliche Leistung zu erzielen, musste der V6 auf dem Prüfstand über 200-mal den gesamten Lebenszyklus des Autos durchlaufen.

Die verschiedenen Fahrmodi ermöglichen es dem MC20, so vielen Anforderungen gerecht zu werden. Und in dieser Phase der Entwicklung liegt das Hauptaugenmerk auf der Kalibrierung der Kennfelder. Dabei sind auch – und nicht nur für Landini – die Rückmeldungen des Lenk- und Bremssystems wichtig.

Maserati MC20: Vom virtuellen Modell zur Realität
Maserati MC20: Vom virtuellen Modell zur Realität

Auf der Strecke beeindruckte uns natürlich der Fahrmodus "Corsa". Er lässt sich dank eines speziellen Knopfes am Lenker jederzeit unabhängig einstellen. Auch wenn es sich bei dem auf den Bildern gezeigten MC20 um ein Vorserienmodell handelt, das für die Entwicklung verwendet wird, ist das Potenzial dieses neuen Dreizacks erstaunlich spannend.

Genießen Sie die Show und sehen Sie nächste Woche in Episode 3!

Bildergalerie: Maserati MC20: Vom virtuellen Modell zur Realität