Plot Twist: Der Start des T7 bedeutet nicht, dass der T6.1 tot ist

Ähnlich wie die Volkswagen Gruppe eine eigene Jahreskonferenz abhielt, lud auch die Nutzfahrzeug-Sparte zum individuellen Meeting. Gesprächsthemen: Das Corona-Jahr 2020 und ein Blick in die Zukunft. Während der virtuellen Pressekonferenz gab es auch ein paar bemerkenswerte Ankündigungen bezüglich des T7 und des nächsten Amarok.

VW-Nutzfahrzeuge-CEO Carsten Intra sagte, dass der T7 irgendwann im Juni vorgestellt werde. Dazu sei gesagt, dass sich Intra strikt auf den Multivan bezog. Der T6.1 wird vorerst weiter als Transporter weitermachen. 

Außerdem wissen wir nun, dass der neue Multivan vom Start weg als auch als Plug-in-Hybrid in den Verkauf geht. Und wo wir gerade bei Elektrifizierung sind: 2022 gesellt sich zum T7 der lang ersehnte ID Buzz. Der rein elektrische Neo-Bulli wird zumindest in Europa auch als Nutzfahrzeug-Variante erscheinen. 

Die zweite Generation des VW Amarok kommt ebenfalls 2022. Der Pickup basiert künftig auf dem neuen Ford Ranger, allerdings mit einem sehr eigenständigen Design, wie Carsten Intra verspricht. Der Truck werde "ein echter VW mit einer klaren Design-Signatur von VW" sein und "unnachahmliche Akzente bezüglich Design und Ausstattung" besitzen.

Die Produktion des ersten Amarok im Werk Hannover endete im vergangenen Jahr. Künftig soll dort der ID Buzz entstehen, zusammen mit diversen High-End-Elektroautos der Konzern-Premiummarken. Der neue Amarok wiederum wird von Ford in deren Silverton-Werk in Südafrika gefertigt. Dort wird gerade mächtig investiert, um die Produktionskapazität nach oben zu schrauben.  

Zur Zusammenarbeit zwischen VW und Ford gehört auch, dass die Niedersachsen einen auf dem aktuellen Caddy basierenden Kompakt-Van für das Blaue Oval bauen. Der nächste Transit Connect wird in Volkswagens polnischem Werk in Posen zusammengebaut, wo seit letztem Jahr auch dessen Schwestermodell Caddy gefertigt wird. 

Zudem wird Ford VWs MEB-Plattform für kommende Elektroautos nutzen, die im Ford-Werk in Köln entstehen sollen. Als weiterer Teil des Deals werden die nächste Generation des Transporter und des Transit Custom ab 2023 gemeinsam in Fords türkischem Werk Kocaeli gebaut.