Facelift bringt den schwarzen "Vizor" - und kostet das "X"

Der Opel Crossland X startete im Sommer 2017. Kaum drei Jahre später folgt nun eine neue Version: der Crossland ohne X. Wie beim Mokka verzichtet Opel nun auch beim kleineren Crossland auf den Zusatzbuchstaben. Ebenfalls an den Mokka angelehnt ist die Optik.

Nach der vor einigen Wochen vorgestellten neuen Mokka-Generation erhält nun auch der Crossland das neue Markengesicht mit "Vizor", einer dunklen Blende zwischen den Scheinwerfern. Darunter hat der Crossland einen unteren Lufteinlass mit dickem grauen Plastik-Rahmen, der die Breite betonen soll.

Opel Crossland (2021)

Seitlich fällt die charakteristische Chromleiste am Dach ins Auge, die wir zuerst beim (nicht mehr angebotenen) Adam gesehen haben. Ansonsten gibt es auch hier einen massigen Stoßfänger und einen Unterfahrschutz, der bei der Topausstattung Ultimate silbern lackiert ist. Die dunkel getönten Rücklichter zeigen eine hakenförmige Lichtsignatur. Dach und Dachspoiler sind optional in glänzendem Schwarz gehalten - diese Bicolor-Optik ist auch auf den Bildern zu sehen.

Neu sind auch LED-Nebelscheinwerfer (mit Chromdekor bei Ultimate und Elegance), verchromte Einstiegsleisten für die Ultimate-Modelle sowie andere Aluräder. Mit der neuen GS Line+ gibt es zudem eine besonders sportliche Ausstattung. Sie umfasst schwarze 17-Zoll-Aluräder, ein schwarzes Dach, die charakteristische rote Signaturlinie, Ergonomie-Sitze (zertifiziert von der Aktion Gesunder Rücken AGR) für Fahrer und Beifahrer, LED-Rücklichter sowie eine Dachreling.

An den Außenmaßen ändert sich offenbar nichts oder wenig. Bisher war der Crossland X 4,21 Meter lang und damit gerade mal sechs Zentimeter länger als der neue Mokka. Auch am Sitzsystem hat sich nichts verändert. Nach wie vor ist die Rücksitzbank im Verhältnis 60/40 geteilt umklappbar und lässt sich um 15 Zentimeter längs verschieben. Dadurch wächst das Kofferraumvolumen von 410 auf 520 Liter. Werden die Rücksitze komplett umgeklappt, ist Platz für 1.255 Liter - genau wie bisher.

Neu abgestimmtes Fahrwerk und IntelliGrip

Das Fahrwerk jedoch bekam neue Federn und Dämpfer für die McPherson-Vorderachse und die Verbundlenker-Hinterachse. Darüber soll die Lenkung nun ein besseres Gefühl in der Mittellage und eine erhöhte Lenkpräzision bieten. Neu ist auch die adaptive Traktionskontrolle IntelliGrip, mit ihren fünf Fahrmodi für unterschiedliche Untergründe wie Asphalt, Schnee, Gelände/Matsch, Sand und ESP Off. Mit dem letztgenannten Modus lässt sich das ESP bis zu einem Tempo von 50 km/h deaktivieren, danach kehrt das System in den Normalmodus zurück.

Opel Crossland (2021)

Fürs Cockpit stehen Infotainment-Systeme mit neuen Namen zur Auswahl. Sie heißen Radio BT, Multimedia Radio und Multimedia Navi Pro, das wie das bisher angebotene "Navi 5.0 Intellilink" mit einem 8,0-Zoll-Display daherkommt. Handys werden per Apple CarPlay oder Android Auto angebunden.

Wie bisher schon gibt es optional LED-Scheinwerfer und ein Head-up-Display. Außerdem werden ein Antikollisionssystem, ein Spurverlassenswarner, eine Rückfahrkamera, ein Einparkassistent, ein Totwinkel-Warner (aktiv zwischen 12 und 140 km/h) und eine Verkehrsschilderkennung angeboten.

Die Antriebe sind alte Bekannte - denn es bleibt bei den bekannten Motoren. Dazu gehören ein 83-PS-Saugbenziner, ein 1.2 Direct Injection Turbo mit 110 oder 130 PS sowie ein 1.5 Diesel in zwei PS-Stufen. Einziger Unterschied: Der schwächere Selbstzünder hat nun 110 statt 102 PS. Der stärkere Diesel leistet nach wie vor 120 PS.

Die Kraftübertragung auf die Vorderräder übernimmt serienmäßig eine Sechsgang-Schaltung. Wie gehabt gibt es den Top-Benziner optional und den stärkeren Diesel serienmäßig mit Sechsgang-Automatik. Alle Versionen erfüllen die Abgasnorm Euro 6d.

Der neue Opel Crossland kann in Kürze bestellt werden und steht ab Anfang 2021 bei den Händlern. Die Preise hat Opel noch nicht kommuniziert; bisher begannen sie bei 18.516 Euro für den Crossland X 1.2 in der Ausstattung Selection.

Bildergalerie: Opel Crossland (2021)