Tempo-100-Sprint soll nur 2,2 Sekunden dauern

Supersportwagen mit reinem Elektroantrieb gibt es bereits eine ganze Menge, doch die allermeisten holen sich die Energie für den Antrieb aus einer Batterie. Anders der Hyperion XP-1, der ihn in Brennstoffzellen aus Wasserstoff produziert. Der Wagen soll in der Bugatti-Chiron-Liga antreten.

Entsprechend lesen sich die Daten: Der Supersportler soll den Sprint auf 60 mph (96 km/h) in unter 2,2 Sekunden schaffen und über 350 km/h schnell werden. Der Wagen hat ein Dreiganggetriebe und Allradantrieb. Doch zur Leistung der Elektromotoren hält sich der Hersteller bedeckt. Eine Polymer-Elektrolyt-Brennstoffzelle (PEM-Brennstoffzelle, Proton Exchange Membrane) erzeugt Strom. Der Wasserstoff wird in Carbon-Behältern mitgeführt; die Menge soll für eine Reichweite von 1.600 Kilometer reichen.

 

Als Pufferspeicher wird ein so genannter Superkondensator eingesetzt. Solche Supercaps haben zwar eine geringere Energiedichte als normale Akkus, dafür aber eine hohe Leistungsdichte, können also besonders schnell geladen und entladen werden. Damit eignen sie sich besonders für (Super-)Sportwagen. 

Leichtbau mit Materialien wie Carbon und Titan hält das Trockengewicht unter 1.031 Kilo - das ist das Gewicht eines Kleinstwagens à la Fiat Panda. Die Karosserie hat rundliche Formen, die entfernt an den Chiron erinnern. Das kommt auch von den beiden rundlich geformten Streben hinter den Türen. Diese beweglichen Teile haben zwei Funktionen. Erstens sollen sie die Aerodynamik in der Kurve verbessern und zweitens dienen sie als Sonnenkollektoren, die der Bahn der Sonne folgen. 

Die Scherentüren im Lamborghini-Stil geben den Blick ins Interieur frei. Allerdings gönnt uns Hyperion noch keine Bilder dazu. Der Hersteller verspricht einen gebogenen Bildschirm, der mit 98 Zoll (das sind fast 2,50 Meter) ein wahres Monsterformat hat. Gesteuert wird das System berührungslos über Gesten. Die Transparenz des großen Glasdach lässt sich von den Insassen steuern.

So futuristisch der XP-1 auch wirkt, er soll keine Designstudie bleiben. Das 2011 gegründete kalifornische Startup Hyperion will Anfang 2022 mit der Produktion beginnen. Nur 300 Exemplare sollen gebaut werden. Die Preise dürften (der anspruchsvollen Technik und der exklusiven Stückzahl entsprechend) deftig sein.

Bildergalerie: Hyperion XP-1