Neue Bilder und mehr Infos zu dem 4x4-Gefährt (Update)

Vielleicht kennt manch einer noch den Torsus Praetorian: Das Ding ist ein ultra-robuster Schwerlast-Bus fürs Gelände, der sich auch als Campingfahrzeug für zivilisationsferne Gegenden ohne Straßen eignet. Eine Nummer kleiner ist der Torsus Terraform. Nach ersten Informationen Anfang Juli folgen nun weitere Details zum Antrieb sowie zum Preis. Außerdem zeigt der in Prag sitzende Hersteller neue Bilder mehrerer Versionen.  

Der Torsus Terrastorm 4x4 basiert auf dem Volkswagen Crafter mit 4Motion-Chassis. Dieses Fahrzeug ist praktisch baugleich mit dem entsprechenden MAN TGE. Hinzu kommt eine verbesserte Schwerlast-Geländefederung und ein sperrbares Hinterachsdifferential. Der Terrastorm soll so Gebiete erreichen, die für andere Fahrzeuge nicht zugänglich sind. Zu den Kunden sollen sowohl Privatpersonen, als auch Unternehmen und Organisationen gehören.

Für den Vortrieb sorgt ein 2,0-Liter Biturbo-Diesel, der in zwei Leistungsstufen angeboten wird: mit 140 PS und 340 Nm sowie mit 176 PS und 410 Nm. Als Getriebe werden eine Sechsgang-Schaltung und eine Achtgang-Automatik angeboten. Alle Versionen erfüllen die Abgasnorm Euro VI-D.

Der Terrastorm wird in zwei Ausstattungen offeriert: TT1 Coach und TT2 Nomad. Außerdem gibt es Anpassungen für unterschiedliche Zwecke. So zeigen die neuen Bilder einen Krankenwagen (Medivac Terrastorm), der einen Mountain-Biker nach einem Unfall aus unwegsamem Gelände rettet, einen Bus zum Personentransport und eine Cargo-Variante. 

Bildergalerie: Torsus Terrastorm (2021): Neue Bilder

Beide Ausstattungen bieten robustes Plastik zum Schutz der unteren Karosserieteile und eine integrierte Winde, mit der man bis zu 5,5 Tonnen ziehen kann. Auch ein Unterbodenschutz aus fünf Millimeter dickem Duraluminium (von vorn bis hinten) und seitliche Trittbleche sind immer an Bord. Der TT2 Nomad verfügt zudem über einen Kuhfänger, einen Dachgepäckträger, eine Heckleiter und eine Reserveradhalterung.

Die Stoßfänger wurden in Hinblick auf verbesserte Böschungswinkel optimiert. Er beherbergt LED-Scheinwerfer sowie die integrierte Winde, die normalerweise verborgen bleibt und nur dann ausgefahren wird, wenn man sie wirklich braucht. Vorne arbeitet eine McPherson-Aufhängung mit Bilstein-Stoßdämpfern, der Sturz ist verstellbar. Hinten besitzt der Terrastorm Blattfedern mit speziellen Stoßdämpfern (serienmäßig Ironman 4x4 Load Plus, optional Profender Dakar). All-Terrain-Reifen von Goodrich sorgen für gute Traktion im Gelände.

So ergeben sich eine Bodenfreiheit von 29 Zentimetern und eine Wat-Tiefe von bis zu 82 Zentimetern.

Technische Daten:

  • Radstand: 3.640 mm
  • Länge: 6.000 mm
  • Breite: 2.065 mm
  • Höhe: 2.880 mm
  • Vorderer Böschungswinkel: 26 Grad
  • Hinterer Böschungswinkel: 20 Grad
  • Bodenfreiheit: 290 mm
  • Wat-Tiefe serienmäßig: 690 mm
  • Wat-Tiefe mit Deep-Wave-Paket: 820 mm

Innen bietet der Terrastorm je nach Variante Platz für neun bis 20 Personen. Für Sicherheit sorgen Dreipunktgurte, für den extremen Einsatz gibt es auch Fünfpunktgurte:

Torsus Terrastorm Bussitzplätze

Auch eine Konfiguration mit Drehsitzen und Multifunktionstischen wird angeboten, wobei ein Schienensystem für Variabilität sorgt. So lässt sich das Offroadmobil auch in ein Campingmobil verwandeln. Über den Sitzen befindet sich eine Gepäckablage, die jedem Insassen eine individuelle Beleuchtung, Belüftungsöffnungen und Lautsprecher bietet. Die Fahrgastkabine ist mit einer drei Zentimeter dicken Wärmedämmung ausgekleidet.

Torsus besitzt derzeit Händler in sechs Ländern: Deutschland, Polen, Australien, Chile, Peru und Ukraine. Über einen Vertrieb in Großbritannien, Frankreich, USA und anderen Ländern wird derzeit verhandelt.

Der Verkaufsstart des Terrastorm ist für das dritte Quartal 2020 vorgesehen. Die Preise beginnen bei 57.461 Euro. Den Service übernehmen VW und MAN. Torsus gewährt weltweit eine zweijährige Garantie auf den Antriebsstrang, die in einigen Märkten auf bis zu fünf Jahre oder 500.000 km verlängert wird.

Bildergalerie: Torsus Terrastorm (2021): Bilder vom 9. Juli