Die Corona-Krise wirft einen dunklen Schatten auf die neueste Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamts (KBA). Wie erwartet, gingen die Neuzulassungen im April stark zurück. Im April 2020 wurden laut KBA 120.840 Pkw neu zugelassen. Damit sanken die Zahlen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 61 Prozent.

In den ersten vier Monaten des Jahres ging das Neuzulassungsvolumen um 31 Prozent zurück, ergänzt der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Zwischen Januar und April wurden 822.200 neue Pkw registriert, das ist das niedrigste Pkw-Marktvolumen seit der Wiedervereinigung.

Bei gewerblichen Zulassungen war der Rückgang im April noch etwas stärker (63 Prozent) als bei privaten Zulassungen (58 Prozent). Alle deutschen Marken mussten zweistellige Rückgänge hinnehmen. Sie reichten von 39 Prozent bei Mini bis zu 94 Prozent bei Smart.

Bei den Importmarken erreichte nur Tesla im April ein Neuzulassungsplus. Es betrug stattliche 10 Prozent. Alle anderen verzeichneten Einbußen von 20 Prozent (DS) bis 75 Prozent (Mazda). Den größten Anteil an den Neuzulassungen erreichten Skoda (6,0 Prozent), Seat (4,0 Prozent) und Renault (3,9 Prozent).

Die stärksten Segmente waren wieder SUVs und die Kompaktklasse. Den stärksten Zulassungsrückgang verzeichnete das Segment der Mini-Vans (84 Prozent), aber auch Wohnmobile büßten stark ein (55 Prozent).

Die Anteile der verschiedenen Antriebsarten (teils gerundet):

  • 50 Prozent Benzin (Vorjahreszeitraum: 59 Prozent)
  • 32 Prozent Diesel (Vorjahreszeitraum: 33 Prozent)
  • 14 Prozent Hybride und Plug-in-Hybride, darunter 4,6 Prozent Plug-in Hybride
  • 3,8 Prozent Elektroautos
  • 0,2 Prozent Erdgas
  • 0,2 Prozent Autogas

Der Anteil der alternativen Antriebe verdoppelte sich laut VDIK: Er legte von acht Prozent im April 2019 auf 17 Prozent im April 2019 zu. Auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging um 4,9 Prozent zurück. Mit 151 Gramm pro Kilometer lag er aber weiterhin viel höher als das EU-Ziel von 95 Gramm.