Im internationalen Vergleich ist das aber noch wenig

In Zeiten der Corona-Krise ist der deutsche Automarkt im März 2020 um 38 Prozent gegenüber dem Vormonat eingebrochen. Das gab nun das Kraftfahrtbundesamt bekannt. Im internationalen Vergleich ist Deutschland aber mit einem blauen Auge davon gekommen: Italien meldete laut Automotive News ein Minus von 82 Prozent, Frankreich 72 Prozent und Spanien 69 Prozent. 

215.119 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im März 2020 neu zugelassen. Vom Rückgang der Zulassungszahlen waren alle deutschen Marken betroffen, wobei die Bandbreite zwischen 21 Prozent bei Mini und 84 Prozent bei Smart lag. Am meisten Autos verkaufte wie gewohnt Volkswagen (20 Prozent der Verkäufe).

Bei den Importmarken konnte nur Subaru ein leichtes Plus (knapp zwei Prozent) verzeichnen, während alle übrigen im Minus landeten. Am schlimmsten erwischte es Alfa Romeo (63 Prozent). Die verkaufsstärksten Importmarken waren Skoda (5,6 Prozent des Gesamtmarkts), Seat (4,2 Prozent) und Fiat (3,2 Prozent).

Was die Antriebe angeht, so konnten die elektrifizierten Autos gegen den Trend zulegen, und zwar teils sehr stark. Bei den Hybriden zeigte sich mit 28.735 Neuwagen ein Plus von 62 Prozent, darunter 9.426 Plug-in-Hybride (+208 Prozent). 10.329 Elektrofahrzeuge wurden neu zugelassen und damit 56 Prozent mehr.

Die Neuzulassung von Benzinern ging dagegen um 48 Prozent zurück, der Anteil liegt jedoch immer noch bei 50 Prozent. Diesel-Pkw verloren mit 39 Prozent weniger, ihr Anteil liegt nun bei 32 Prozent. 

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging im März um 4,9 Prozent zurück und lag bei 149,0 Gramm pro Kilometer. Vom EU-Flottengrenzwert von 95 Gramm ist der Markt also immer noch weit entfernt.

Bei den Nutzfahrzeugen zeigte sich im März bei den Omnibussen ein Zuwachs von 12 Prozent, Lkw kamen auf ein Minus von 26 Prozent, die Zugmaschinen auf minus 15 Prozent. Die Nutzfahrzeuge insgesamt büßten laut VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller) um 26 Prozent ein.

VDIK-Präsident Reinhard Zirpel kommentierte: "Die Neuzulassungen sind vor allem in der zweiten Märzhälfte mit der Schließung des Handels massiv zurückgegangen. In diesem Zeitraum lagen die Neuzulassungen um etwa zwei Drittel unter Vorjahr. Bei unveränderten Rahmenbedingungen dürfte der Rückgang im April also noch deutlich höher ausfallen als im März."