Elektro-Studie mit flippigem Cockpit

Wie versprochen, enthüllte das Start-up-Unternehmen Aiways aus Shanghai nun seine neue Designstudie U6ion, allerdings wegen des Coronavirus nicht wie geplant live auf dem Genfer Autosalon, sondern nur virtuell. Der U6ion ist offenbar die coupéhafte Version des Aiways U5, der im August 2020 starten soll und dann vom Elektronikhändler Euronics vertrieben werden soll, wie Automobilproduktion kürzlich meldete.

Die Serienversion des U6ion dürfte U6 heißen und nach dem U5 auf den Markt kommen. Beide Autos basieren auf einer Plattform namens MAS (More Adaptable Structure). Der U6ion entstand unter Leitung von Aiways-Chefdesigner Ken Okuyama. Das Design erinnert an den Gumpert Nathalie, der aus einem Aiways-Joint-Venture stammt. Optisch gibt es auch Parallelen zum Polestar 2, der allerdings auf der CMA-Plattform von Volvo und Geely basiert und damit eine andere technische Basis hat.

Der U6ion hat anders gestaltete LED-Scheinwerfer als der U5, auch die Front sieht anders. Die Lufteinlässe sind noch größer als beim U5. Außerdem besitzt das Auto ein Glasdach, das hinten in ein Schrägheck übergeht. Dort soll ein Spoiler offenbar Sportlichkeit vermitteln.

Die Aerodynamik stand im Mittelpunkt bei der Entwicklung. So gibt es graue Aerodynamikteile an den vorderen Kotflügeln, die offenbar den Luftstrom um die Radkästen herum leiten sollen. Ähnliche Teile finden sich hinter den hinteren Radkästen.

Aiways U6ion

Die zweifarbigen 21-Zoll-Felgen sollen einen besonders geringen Luftwiderstand besitzen und zudem die Hitze der Bremsen gut abführen. Zusammengenommen führen die aerodynamischen Maßnahmen zu einem cW-Wert von 0,27.

Aiways U5
U5-Cockpit
Aiways U6ion
U6ion-Cockpit

Das Interieur ist erkennbar vom Cockpit des U5 abgeleitet. Die querformatigen Displays (7 Zoll für den Fahrer, 14,6 Zoll in der Mitte) sehen ähnlich aus, das Lenkrad ist ebenfalls eckig, hier aber oben offen. Dazu hat der U6ion noch einen Wahlhebel im Stil eines Flugzeug-Schubhebels, peppige Farben und Sportsitze.

Dazu kommen Stoffschlaufen, die die Türöffner ersetzen. Darunter finden sich in speziellen Halterungen Regenschirme für schlechtes Wetter. Oben auf dem Armaturenbrett sitzt ein kugelförmiges Element, das sozusagen als Ansprechpartner für die Spracherkennung dient.

In der Mittelarmlehne im Fond sollen die jugendlichen Benutzer ihre Drohnen unterbringen, im Kofferraum gibt es eine Unterbringungsmöglichkeit für einen Elektro-Tretroller für die berühmte letzte Meile.

Der U6ion nutzt alle Assistenzsysteme des U5, darunter ein Notbremssystem, ein Querverkehrswarner, ein Abstandstempomat, ein Fernlichtassistent, ein Spurhalteassistent, eine Müdigkeitserkennung und mehr.

Bildergalerie: Aiways U6ion Concept