Seat El-Born Erlkönig: Elektroauto sieht quasi serienreif aus
Der spanische ID.3-Bruder soll noch dieses Jahr kommen
Die ersten elektrifizierten Modelle von Seat sind der komplett emissionsfreie Mii sowie der Tarraco Plug-in-Hybrid. Das eigentliche Elektro-Prestigeobjekt der Spanier kommt aber erst noch. Es handelt sich dabei um den kompakten El-Born, den unsere Erlkönigjäger nun bei Tests nahe des Polarkreises erwischt haben. Sieht irgendwie stark nach VW ID.3 aus? Nun, das ist auch ziemlich logisch.
Denn natürlich basiert auch der El-Born auf der modularen MEB-Plattform, dem Elektro-Unterbau des Volkswagen-Konzerns, der künftig als Basis für eine große Menge an E-Autos dienen wird. Dass El-Born und ID.3 in puncto Design, Interieur und Technik eine Menge gemeinsam haben, macht aus unternehmerischer Sicht absolut Sinn, schließlich werden die beiden künftig gemeinsam im Volkswagen-Werk Zwickau vom Band laufen.
Komplett identisch sind die E-Geschwister aber freilich nicht. Der Spanier kriegt andere Scheinwerfer und Rückleuchten sowie einen relativ eigenständigen Look im Interieur. In typischer Seat-Manier dürfte der El-Born etwas schärfer gezeichnet sein um eine jüngere Zielgruppe anzuprechen, ganz ähnlich wie es sich bei Ibiza versus Polo oder Leon versus Golf verhält.
Die technischen Daten dürften weitgehend denen des ID.3 entsprechen. Selbiger wird zum Start mit 45-, 58- oder 77-kWh-Akku angeboten. Damit kommt er laut WLTP bis zu 550 Kilometer weit. Seat hat für den El-Born bisher nur das mittlere Batterie-Paket angekündigt, das bis zu 420 Kilometer Reichweite liefern soll.
Angeschlossen an einen 100-kW-DC-Schnelllader, soll man den Speicher in 47 Minuten zu 80 Proent aufladen können. Seat nennt für den E-Motor eine Leistung von 150 kW, also 204 PS, die es dem El-Born ermöglichen, in 7,5 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen.
Auf dem Genfer Auto Salon im März 2019 zeigte Seat den El-Born, benannt nach einem In-Viertel in Barcelona, erstmals in seriennaher Form. Der Marktstart dürfte noch in diesem Jahr erfolgen.
Fotos: Automedia
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