Kein Downsizing-Fan? Holen Sie sich den 4,0-Liter-Biturbo-V8, solange Sie noch können

Es ist mittlerweile bekannt, dass die nächsten Generationen der Mercedes C-Klasse und S-Klasse in ihren AMG-Versionen auf einen Hybrid-Antrieb umsteigen werden. Die Verlautbarung kam vom Boss höchstselbst. AMG-Chef Tobias Moers kündigte dies letzten Monat in einem Interview an, in dessen Verlauf er ebenfalls Pläne für einen Hybrid-GT-4-Türer als Gegner für den Porsche Panamera Turbo S e-Hybrid bestätigte.

In einem weiteren Interview gab genau dieser Tobias Moers bekannt, dass der neue 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo aus dem A 45 und dem CLA 45 auch längs eingebaut in größeren Modellen zum Einsatz kommen könnte. Weil auch wir zwei und zwei zusammenzählen können, sind wir - naja, sagen wir - zumindest nicht komplett überrascht, dass das britische Magazin Autocar nun berichtet, der nächste AMG C 63 könnte einen elektrifizierten Vierzylinder erhalten.

Weil es aufgrund immer strengerer Emissions-Regularien bei der nächsten Generation mit dem aktuellen 4,0-Liter-Biturbo-V8 nicht mehr gehen wird, könnte die neue Performance-C-Klasse eine Adaption des M139-Motors nutzen, der aktuell in den Kompakten aus Affalterbach mit bis zu 421 PS und 500 Nm für Furore sorgt. Eine elektrifizierte Version könnte sogar noch mehr Output liefern.

Laut Autocar soll die Maschine ein 48-Volt-System erhalten, wie man es bereits aus dem größeren Reihensechszylinder M256 kennt, der unter anderem im GLE 53 zum Einsatz kommt. Hier liefern die elektrischen Komponenten kurzzeitig bis zu 22 PS und 250 Nm extra. Allerdings soll AMG daran arbeiten, das System zu optimieren und für den nächsten C 63 "signifikant mehr Kraft" heraus zu holen.

Obwohl er die Hälfte seiner Zylinder verlieren würde, soll der kommende C 63 wohl die maximal 510 PS seines Vorgängers beibehalten können. Spekuliert wird auch, dass der neue Antrieb trotz der zusätzlichen Hybrid-Hardware weniger wiegen könnte als der M177-Achtzylinder im heutigen C 63. 

Der mögliche Wechsel auf einen Vierzylinder wäre übrigens nicht die einzige große Änderung am kommenden M3-Gegner, denn aller Voraussicht nach wird AMG dem neuen C 63 erstmals auch einen 4Matic-Allradantrieb verpassen. Die Puristen müssen deshalb aber nicht komplett verzweifeln, denn wie im E 63 wird es sicher einen Drift Mode geben, der die Vorderachse abkoppelt, um die komplette Kraft an die Hinterräder zu schicken.

Die herkömmlichen Varianten der neuen C-Klasse (W206) sollen Gerüchten zufolge auf dem Pariser Autosalon im September 2020 debütieren. Wir gehen also davon aus, dass der Nachfolger des C 63 nicht vor Mitte 2021 erscheinen wird. 

Quelle: Autocar

Bildergalerie: Mercedes C-Klasse Limousine 2021 Erlkönigbilder