Preise der Facelift-Version stehen nun fest

Der Mazda 2 bekommt in seinem sechsten Jahr ein Facelift. Der japanische Kleinwagen erhält neben dezenten optischen Änderungen im Stil des neuen Mazda 3 auch ein Mildhybridsystem und serienmäßige LED-Scheinwerfer. Marktstart ist im Februar 2020.

Zu den wichtigsten Änderungen gehört die aktualisierte Motorenpalette. Bisher wurde ein 1,5-Liter-Saugbenziner in den PS-Stufen 75, 90 und 115 PS angeboten, einen Diesel gab es nicht mehr. Als Getriebe gab es eine Fünfgang-Schaltung und optional eine Sechsgang-Automatik.

Künftig entfällt mangels Nachfrage die stärkste Variante mit 115 PS. Die Versionen mit 75 und 90 PS werden nun serienmäßig mit Sechsgang-Schaltung ausgeliefert. Diese Versionen erhalten serienmäßig ein Mildhybrid-System, das vom Mazda 3 bekannt ist und "M Hybrid" heißt. Für das 90-PS-Aggregat ist auch eine Sechsgang-Automatik erhältlich.

  Prime-Line Center-Line Exclusive-Line Sports-Line
Skyactiv-G 75 M Hybrid 14.190 € 16.390 € 17790 € -
Skyactiv-G 90 M Hybrid - 16.890 € 18.290 € 19.690 €
Skyactiv-G 90 Automatik - - 20.090 € -

Das Mildhybridsystem basiert nicht wie üblich auf einer Batterie (mit 12 oder 48 Volt) als Energiespeicher, sondern ein Kondensator wird eingesetzt. Außerdem arbeitet Mazda mit einer Spannung von 22,5 Volt. Die Energie wird wie üblich von einem riemengetriebenen Starter-Generator genutzt.

Das System (und wohl auch der zusätzliche Gang) senken den Verbrauch beider Schaltversionen um 16 Prozent, nämlich von 4,9 auf 4,1 Liter. Die CO2-Emissionen verringern sich von 111 Gramm je Kilometer auf 94 Gramm.

Bildergalerie: Mazda 2 Facelift (2020)

Das Drehmoment der Saugbenziner bleibt unverändert: 135 Newtonmeter bei 3.800 Touren sind es bei der Basisversion, die stärkere Variante bietet 148 Nm bei 4.000 U/min. Im Vergleich zum Turbo-Dreizylinder mit 80 PS, der das Basisaggregat des Klassen-Bestsellers VW Polo darstellt, ist das gar nicht mal schlecht: Der Polo 1.0 TSI hat nur 93 Nm bei 3.750 Touren. Mazda nutzt offenbar den vergleichsweise riesigen Hubraum von 1,5 Liter, während der VW nur 1,0 Liter hat.

Außerdem wurde die Vordersitze überarbeitet, um Ermüdungserscheinungen zu minimieren. Auch die Aufhängung wurde modifiziert, um sanftere Fahrzeugbewegungen für mehr Fahrkomfort zu realisieren, G-Vectoring Control Plus (GVC Plus) soll das Handling stabiler und sicherer machen.

LED-Scheinwerfer sind im Mazda 2 künftig serienmäßig. Auf Wunsch gibt es adaptive LED-Scheinwerfer, einen Spurhalteassistenten, eine Verkehrsschilderkennung und einen 360-Grad-Monitor. Der City-Notbremsassistent (SCBS) mit Fußgängererkennung funktioniert jetzt auch bei Nacht und erkennt Fahrzeuge bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h (vorher 30 km/h).

Zu den verfügbaren Extras gehören auch neue hochglänzend lackierte 16-Zoll-Leichtmetallräder, ein beheiztes Lenkrad, ein automatisch abblendender Rückspiegel und die Unterstützung von Apple CarPlay und Android Auto durch das Mazda Connect Infotainmentsystem.

Mazda 2 Skyactiv-G 115 Test
Mazda 2 vor dem Facelift
Mazda 2 Facelift (2020)
Mazda 2 nach dem Facelift

Optisch ist der neue Mazda 2 daran zu erkennen, dass die silberne Spange unter dem Grill sich nun weiter nach außen fortsetzt. Auch der Grill selbst wurde verändert und an das Aussehen des Mazda 3 angepasst. Auch das bisher "bogenförmige" LED-Tagfahrlicht verschwand, wahrscheinlich wanderte es in die LED-Scheinwerfer. Auffällig ist außerdem eine horizontale Chromleiste tief unten an der Frontschürze.

Mazda 2 Skyactiv-G 115 Test
Mazda 2 vor dem Facelift
Mazda 2 Facelift (2020)
Mazda 2 nach dem Facelift

Am Heck gibt es etwas anders gestaltete Rückleuchten und es gibt ähnliche horizontale Chromleisten wie vorne.

 

Bildergalerie: 2020 Mazda 2 (Japan-Version)