Der Pate des Ford Mustang ist an den Folgen der Parkinson-Krankheit gestorben.

Mit großer Trauer teilen wir Ihnen den Tod von Lee Iacocca mit, der durch Komplikationen aufgrund der Parkinson-Krankheit verursacht wurde, so seine Tochter Lia Iacocca Assad. Der in Pennsylvania geborene Ex-Vorstand diverser US-Automobilhersteller starb im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Bel Air, Kalifornien. Er wird als treibende Kraft hinter dem originalen Ford Mustang in die Geschichte eingehen, der sich trotz des geringen Budgets in der Entwicklungsphase als immenser kommerzieller Erfolg herausstellte.

Nach seinen effektiven Marketingkampagnen in den späten 1950er-Jahren wie dem "56 für 56", gefolgt vom ursprünglichen "Pony Car" in den 1960ern, aber auch dem katastrophalen Ford Pinto der frühen 1970er Jahre, wechselte Iacocca zu Chrysler, wo er eine entscheidende Rolle bei der Rettung des kurz vor der Pleite stehenden Unternehmens spielte. Ursprünglich von Ford abgelehnt, entstanden aus seiner Idee für das Projekt "Mini-Max" 1983 die Dodge Caravan und Plymouth/Chrysler Voyager-Minivans. Zufällig kündigte Chrysler erst vor wenigen Tagen an, das Typenschild "Voyager" für den Basis-Minivan Pacifica zu entstauben.

Bildergalerie: 2009 Ford Mustang Iacocca 45th Anniversary Edition

Dank des Erfolgs der Vans, die mit dem K-Car-Programm und Reformen zur drastischen Kostensenkung bestätigt wurden, fand Chrysler wieder in die Erfolgsspur und konnte die staatlich unterstützten Kredite früher als geplant zurückzahlen. Apropos K-Plattform: Sie stellte eine große Abkehr von dem dar, was das Unternehmen bis dahin getan hatte, indem man einen Frontantrieb mit Quermotor sowie eine vordere Einzelradaufhängung und eine hintere teilunabhängige Aufhängung übernahm. Zu den relevanten Modellen gehörten der Dodge Aries, Chrysler LeBaron, Dodge 400 und der Plymouth Reliant - mit einem Gesamtabsatz von über zwei Millionen Einheiten bis zum letzten Modelljahr 1989.

Fiat Chrysler Automobiles hat eine Pressemitteilung über den Tod von Lee Iacocca veröffentlicht, in der es heißt: "Er war einer der großen Führer unseres Unternehmens und der Automobilindustrie insgesamt. Er spielte auch auf der nationalen Bühne eine tiefe und unermüdliche Rolle als Geschäftsmann und Philanthrop."

Während seiner Zeit bei Chrysler war Lee Iacocca direkt am Kauf der Marke Jeep von AMC beteiligt, aber auch an Lamborghini und anderen Unternehmen. Ende 1992 trat er als Vorsitzender, CEO und Präsident von Chrysler in den Ruhestand.