Er sieht unglaublich böse aus, aber er lässt Ihre Familie in sich schlafen ...

Kent Kiehl arbeitet in der hochsensiblen und extrem stressigen Welt eines Hochsicherheitsgefängnisses (worüber er auch schon ein Buch geschrieben hat). Wenn er entspannen möchte, braucht er also eine etwas speziellere Lösung. In der Regel fährt er weit raus und ist weitgehend autark unterwegs. In einem der abgefahrensten und coolsten Camper, die man derzeit finden wird.

Sein 2016er Ford F-250 ist ... naja ... nicht mehr ganz original. Das liegt vor allem am MegaRaptor-Umbau von MegaRexx Trucks (ziemlich cooler Name übrigens), der dieses Freizeitmobil aussehen lässt, wie eine aufgemotzte Version von Fords mächtigem Performance-Pickup F-150 Raptor. Ein großer Camping-Aufbau auf der Ladefläche bietet Kiehls ganzer Familie einen Platz zum Schlafen, wenn sie sich in der Wildnis herumtreiben. 

Das MegaRaptor-Upgrade beinhaltet nicht bloß das vom Raptor inspirierte Bodykit sondern auch eine Überarbeitung des Fahrwerks. Neu sind Bilstein-Dämpfer und eine Höherlegung um etwa zwölf Zentimeter. Außerdem rollt der MegaRaptor auf Rädern eines MRAP-Militärtrucks mit 46-Zoll-Michelin-Reifen. Im geänderten Frontstoßfänger ist nun auch Platz für eine Seilwinde.

"Dieser MegaRaptor-Aufbau ist einzigartig. Insgesamt gibt es bisher nur 100 Stück und nach einer Probefahrt wusste ich, dass er die perfekte Basis für das ist, was ich umsetzen wollte", sagt Kiehl Motor1.com.

Der Nucamp Cirrus Camper im Heck ist farblich auf den Pickup abgestimmt. Den Heckstoßfänger hat man demontiert, damit der Truck sich auch als Zugfahrzeug eignet. Außerdem wurden spezielle Träger angefertigt, um die breiten Kotflügel montieren zu können. Im Innenraum des Campers findet man eine Küchenzeile, einen Sitz- und Essbereich sowie ein Bett. Holzfurniere und rote Akzente sorgen für einen hochwertigen Look.  

"Meine Motivation bei diesem Projekt war, etwas zu bauen, das für eine vierköpfige Familie mit zwei Hunden passt. Meine Kinder sind 2 und 6 Jahre alt, also musste der Camper besonders sicher und gefahrlos sein und der Cirrus 820 war da eine sehr gut Option", sagt Kiehl. "Wir können dort alle komfortabel schlafen und er ist ein wahrer Camper für alle Jahreszeiten."

Auch den Motor hat Kiehl grundlegend optimiert. Der 6,7-Liter-V8-Turbodiesel bringt es nun auf gut 600 PS und verrückte 1.152 Nm Drehmoment. Um auch weitere Strecken stressfrei fahren zu können wurde ein Tank mit 190 Liter Fassungsvermögen installiert. So schafft der Jurassic MegaRaptor nun knapp 1.300 Kilometer mit einer Tankfüllung. 

Weitere Verbesserungen sind laut Kiehl bereits in Planung. So möchte er Solarzellen auf dem Dach installieren, um Dinge wie die Klimaanlage über eine Batterie laufen lassen zu können. Außerdem möchte er bessere Bremsen verbauen und eventuell auch eine zentrale Reifendruckregelanlage installieren. 

Die Nutzung von Informationen und Fotos erfolgt mit der Erlaubnis von Kent Kiehl.

Bildergalerie: Jurassic MegaRaptor Overlander