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Eiswagen-Prototyp von Nissan: Elektrisch, emissionsfrei, eiskalt

Studie auf Basis des e-NV200

Eiswagen-Prototyp von Nissan

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

21. Jun. 2019 um 08:56 Uhr

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Saubere Erfrischung: Zusammen mit dem Eiscreme-Hersteller Mackie‘s of Scotland hat Nissan einen rein elektrisch angetriebenen und lokal emissionsfreien Eiswagen auf die Räder gestellt und am heutigen „Tag der sauberen Luft“ in Großbritannien präsentiert.

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Die schottischen Eis-Spezialisten betreiben ihre Molkerei mit Wind- und Sonnenenergie. Gemeinsam mit Nissan demonstriert die Firma nun, dass der gesamte Prozess von der Eisherstellung, über die Waffel bis hin zum Konsumenten klimaschonend gestaltet werden kann. Der Eiswagen-Prototyp basiert auf dem vollelektrischen Stadtlieferwagen e-NV200 und verfügt über ein komplettes elektrisches Ökosystem aus Null-Emissions-Antrieb, wiederverwendeten „Second Life“-Batterien und Solarstromerzeugung.

Eiswagen-Prototyp von Nissan

Wiederaufbereitete Akkus für die Stromversorgung der Kühlung

Während eine 40-kWh-Batterie den Elektromotor des Fahrzeugs versorgt, wird die gesamte Kühlausstattung inklusive Gefrierfach und Getränkekühlschrank vom mobilen Stromspeicher Nissan Energy Roam betrieben – einer für gewerbliche und private Einsatzzwecke geeigneten Speicherlösung, die wiederaufbereitete Lithium-Ionen-Batteriezellen aus Nissan-Elektroautos der ersten Generation nutzt. Die beiden Nissan-Energy-Roam-Einheiten, die im Eiswagen-Konzept zum Einsatz kommen, bieten gemeinsam eine Speicherkapazität von 1,5 kWh und geben bis zu 1 kW Leistung ab. Sie können entweder an einem 230-Volt-Anschluss oder mit Hilfe der auf dem Dach installierten Solarzellen aufgeladen werden.

Eiswagen-Prototyp von Nissan

Auch in Sachen Eisverkauf zeigt das von Nissan und Mackie’s entwickelte Konzept einige neue Ideen: Der Verkäufer ist von den Kunden nicht länger durch einen erhöhten Tresen getrennt, sondern steht neben dem Fahrzeug. Bezahlt werden kann nicht nur bar, sondern auch kontaktlos mit Karte oder Smartphone.

Zudem teilt der Eiswagen sein Kommen nicht per Klingel oder durch einen Ausrufer mit, sondern gibt seine Position über den globalen Adress-Service What3Words bekannt, der die ganze Welt in 3x3 Meter große Quadrate unterteilt. Jedes dieser Quadrate lässt sich mit einer einzigartigen Kombination aus drei Wörtern benennen und auffinden. Ein Eiswagen, der in einem Park oder am Strand hält, kann dadurch viel genauer lokalisiert werden, so Nissan.

Dank der Fähigkeit des e-NV200 zum bidirektionalen Laden kann der Eiswagen selbst im Winter zum Einkommen seines Besitzers beitragen: Er kann überschüssige Energie aus dem öffentlichen Stromnetz (beispielsweise aus Wind- und Solarkraft) in seiner Batterie speichern und bei steigendem Bedarf ins Netz zurückspeisen.

Bildergalerie: Eiswagen-Prototyp von Nissan auf Basis des e-NV200

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