Elektro-Kleintransporter für Liebhaber

Angesichts der immer noch geringen Reichweiten und der hohen Anschaffungskosten sind Elektroautos bisher kein großer Verkaufsrenner, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Und wegen dieser offensichtlichen Nachteile bin ich, ehrlich gesagt, inzwischen skeptisch, wenn es darum geht, ein weiteres Exemplar der Gattung zu testen. Doch der am 7. Juli 2014 startende Nissan e-NV200 hat als elektrisch angetriebener Kleintransporter zumindest ein spezielles Konzept. Also frisch ans Werk.

Für Profis und Privatleute
Nissan bezeichnet den e-NV200 als das Beste aus zwei Welten. Denn der Hersteller nahm den 109 PS oder 80 Kilowatt starken Elektroantrieb des Leaf und verpflanzte ihn in den Kleintransporter NV200. Das Ergebnis ist ein Auto, das Nissan zu 70 Prozent an Geschäftskunden verkaufen will und zu 30 Prozent an Privatleute. Handwerker und Lieferanten werden das Auto als zweisitzigen Kastenwagen bestellen, die Taxis, Shuttles und Privatautos sollen als verglaste ,Kombi"-Version oder als ebenfalls verglaste, aber noch luxuriösere Variante Evalia abgesetzt werden.

Deutlich länger als die Normalversion
Der normale NV200 hat etwa die Abmessungen des bekannteren VW Caddy. Die Elektroversion ist mit 4,56 Meter gleich 16 Zentimeter länger. Für den Innenraum bringt das null, nada, niente, denn allein der Vorderwagen ist dafür verantwortlich. Erstens musste das in der Fahrzeugnase installierte Ladegerät hineinpassen. Zweitens erfordert das rund 200 Kilo höhere Gewicht eine längere Knautsc...