2021 startender Model-Y-Konkurrent lässt sich mit einem Knopfdruck öffnen (Update)

Fisker zeigt zwei neue Bilder von seinem neuen Elektro-SUV. Die Fotos zeigen den Fisker Ocean (so der offizielle Name) erstmals unverhüllt. In voller Pracht soll der Wagen auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas (7. bis 10. Januar) präsentiert werden. Im Oktober hieß es noch, dass schon am 4. Januar 2020 ein fahrbereiter Prototyp enthüllt wird – auf einer geschlossenen Veranstaltung, die per Live Stream übertragen wird.

Schon im März 2019 versprach Henrik Fisker in einem Tweet ein neues Elektroauto. Er postete ein Detailbild und sprach von einem Preis von etwa 40.000 Dollar (rund 35.000 Euro). In bewährter Salamischeiben-Taktik wurde Ende Oktober der Name bekannt gegeben und Teaser-Bilder veröffentlicht. Auch ein paar Daten gab es schon: Mit 4,64 Meter ist das Auto etwa so lang wie der Rivale Tesla Model Y, das etwa 4,69 Meter lang sein wird – so lang ist jedenfalls das Model 3, auf dem das Model Y basiert.

Fisker Ocean

Erste Infos zu dem kompakten Elektro-SUV gab es schon im März 2019, als Fisker in einer Serie von Tweets immer wieder ein paar Infos preisgab, so zum Beispiel hier:

 

Der Rivale des Tesla Model Y soll Allradantrieb haben. Mit der 80-kWh-Batterie sollen etwa 250 bis 300 Meilen (400 bis 480 Kilometer) möglich sein – nach welcher Norm, verrät Fisker noch nicht. Doch der Zeitplan ist schon recht konkret: Reservieren kann man den Wagen schon seit 27. November 2019, die Gebühr liegt bei 250 Dollar. Die Produktion startet jedoch erst Ende 2021, die Auslieferungen sollen dann 2022 richtig anlaufen.

Fisker electric SUV

Fisker verspricht ein großes Head-up-Display, viel Innenraum und umweltfreundliche, teils vegane, teils rezyklierte Materialien. Eine weitere Besonderheit ist der so genannte California Mode, der sich mit einem Tastendruck aktivieren lässt. Damit lassen sich das große Glasschiebedach, die Seitenfenster und die Heckscheibe auf einmal öffnen: 

Fisker Ocean

Offenbar enthält das Dach auch Solarzellen, die mit ihrer Stromproduktion die Reichweite erhöhen.

Fisker electric SUV

Der angegebene Preis von 40.000 Dollar erscheint im Vergleich mit dem entsprechenden Tesla Model Y sehr günstig: Das Model Y Long Range AWD mit 300 Meilen Reichweite kostet in den USA 52.000 Dollar, also 12.000 Dollar mehr, als Fisker für sein Auto angibt.

Alternativ zum Kauf gibt es offenbar die Möglichkeit, nur für die Benutzung zu zahlen. Laut Fiskers Reservierungs-Website fallen dann 279 Dollar pro Monat an ("Flexee Payment"). Darin sind 30.000 Meilen (rund 48.000 Kilometer) pro Jahr eingeschlossen. Ob auch Wartung und Reparaturen zu dem Paket gehören, geht aus den Angaben nicht hervor. Man muss sich aber nicht für einen längeren Zeitraum binden.

Ob wirklich etwas aus dem neuen Fisker-Projekt wird, müssen wir abwarten. Bisher hat Fisker noch nicht viel umgesetzt. Die Anfang 2018 auf der CES vorgestellte Elektro-Coupé EMotion ist noch nicht auf dem Markt. Dieses Auto soll selbst entwickelte Festkörperbatterien als Energiespeicher nutzen. Doch diese sind offenbar noch nicht serienreif. Schon lange nichts mehr zu hören war auch von einem anderen Fisker-Projekt, dem Ende 2017 vorgestellten Orbit, einem elektrisch angetriebenen Shuttle-Fahrzeug für die Großstadt.

Bildergalerie: Fisker Elektro-SUV (Teaser-Bilder)