Bereits Mitte 2019 wird die Produktion von Q30 und QX30 eingestellt

Mit großen Ambitionen war Nissans Nobelableger Infiniti anno 2009 in Deutschland gestartet. Doch die durchaus hochwertigen Fahrzeuge kamen nie auf große Stückzahlen, selbst nach der Einführung des Q30 und QX30 auf Basis der alten Mercedes A-Klasse. Lediglich 762 Neuzulassungen konnte die Marke hierzulande im Jahr 2018 verbuchen. Nun zieht man die Reißleine: Spätestens Anfang 2020 zieht sich Infiniti aus Westeuropa zurück.

Das wurde heute im Rahmen eines Restrukturierungsplans bekannt gegeben, mit dem sich die Marke auf seine Wachstumsmärkte, insbesondere Nordamerika und China, konzentrieren und folglich aus Westeuropa zurückziehen wird.

Dieser Restrukturierungsplan wird keine Auswirkungen auf die laufenden Geschäftstätigkeiten von Infiniti in Osteuropa, im Nahen Osten sowie in Asien und Ozeanien haben, die kontinuierlichen Wachstum für das Unternehmen ausweisen.

Infiniti wird im Rahmen dieses Plans die Elektrifizierung des Produktportfolios ab 2021 vorantreiben, das Angebot an Dieselfahrzeugen komplett einstellen und die Ressourcen in den Märkten mit den größten Erfolgschancen einsetzen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen noch stärker auf sein SUV-Line-up in Nordamerika und es wird in den kommenden fünf Jahren insgesamt fünf neue Modelle auf den chinesischen Markt bringen.

Im Hinblick auf den geplanten Rückzug aus Westeuropa Anfang 2020 arbeitet das Unternehmen zusammen mit den Arbeitnehmervertretern an Alternativen für alle betroffenen Mitarbeiter. Das laufende Kundengeschäft von Infiniti wird so lange fortgesetzt, bis ein maßgeschneiderter Übergangsplan für den Kundenservice vorliegt – einschließlich Fahrzeugservice, Wartung und Garantiereparaturen.

Infolge dieses Umstrukturierungsplans wird die Produktion des Q30 und des QX30 am Standort Sunderland (Großbritannien) Mitte 2019 eingestellt. Gründe hierfür dürften auch die inzwischen veraltete A-Klasse-Plattform und der drohende Brexit sein.

Bildergalerie: Infiniti Q30 (2015)