Q, übernehmen Sie!

Wer A sagt, muss auch Q sagen: Auf diesen Nenner könnte man das jüngste Produkt der Marke Infiniti bringen. Infini-was? Damit sind wir schon beim Knackpunkt: Der Nobelableger von Nissan ist stark auf den US-Markt fixiert. Von den rund 150.000 im Jahr 2014 verkauften Fahrzeugen gingen zwei Drittel in die Staaten, danach folgt China. Und Deutschland? Überschaubare 1.015 Autos waren es im letzten Jahr hierzulande, die Anzahl der Händler ist fast an einer Hand abzählbar. Doch jetzt will Infiniti durchstarten. Der Heilsbringer heißt Q30 und kommt im Januar 2016 auf den Markt.

Einer für Europa
Auf den Q30 sind sie bei Infiniti stolz wie Bolle: Das erste speziell für Europa konstruierte Modell, gebaut wird es im britischen Sunderland. Schützenhilfe gab es aus Stuttgart: Seit 2010 besteht eine Allianz zwischen Renault/Nissan und Daimler. Sie führte auf Daimler-Seite zur Nutzung des Renault Kangoo als Mercedes Citan, auch die 1,5-Liter-Diesel diverser Modellreihen basieren auf Renault-Technik. Im Gegenzug spendieren die A-Klasse respektive ihr SUV-Ableger GLA ihre Gene dem Infiniti Q30. Das wird bei den Abmessungen des Q30 deutlich: Er weist mit 2,70 Meter den gleichen Radstand wie A und GLA auf und ist knapp einen Zentimeter länger als der GLA. Auch die Höhe und Breite von GLA und Q30 sind praktisch deckungsgleich. Mit einem Unterschied: Den Q30 gibt es auch als Sport-Version, die zwei Zentimeter tiefer liegt.

Individuelle Schönheit
Ist der Infiniti Q30 also ein Mercedes GLA im Fra...