Echt wahr: "Robutt" sorgt dafür, dass Fahrzeugsitze nicht leiden

Mehr Training im Fitnessstudio steht bei vielen im Januar ganz oben auf der To-do-Liste. Nach dem Workout setzt sich so mancher verschwitzt ans Steuer seines Autos. Damit die Autositze vom Schweiß auf Dauer nicht beschädigt werden, setzt Ford auf einen speziellen Test-Roboter mit dem Spitznamen „Robutt“ (von Roboter und butt, dem englischen Wort für Hintern) zum Einsatz. Es liest sich wie ein Aprilscherz, aber die Meldung stammt von Ford selbst: Der Robutt simuliert tatsächlich verschwitzte Hinterteile.

Zunächst wurde mit dem Roboter nur getestet, ob die Sitze einem jahrzehntelangen, mechanischen Verschleiß standhalten. Jetzt haben die Ingenieure den Roboter im Ford-Sitzlabor in Köln-Merkenich weiterentwickelt: Sie prüfen nun auch, was passiert, wenn der Hintern verschwitzt ist.

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"Der Sitzstempel des Roboters auf 36 Grad erhitzt und mit 450 Millilitern Wasser getränkt."

Für den Schweißtest nimmt der Robutt insgesamt 7.500 Mal auf dem Fahrzeugsitz Platz. Basierend auf den körperlichen Abmessungen eines mittelgroßen Mannes wird der Sitzstempel des Roboters auf 36 Grad erhitzt und mit 450 Millilitern Wasser getränkt. Auf diese Weise simuliert das System in nur drei Tagen das Äquivalent einer jahrzehntelangen Fahrzeugnutzung. Der „Robutt“ wurde 2018 erstmals bei der Weiterentwicklung des Ford Fiesta verwendet und wird künftig bei allen europäischen Ford-Baureihen zum Einsatz kommen.

Bildergalerie: Ford Robutt: Roboter simuliert verschwitzte Hinterteile