Werkszubehör vom fetten Heckflügel bis zum Rennschalensitz

Vielleicht erinnert Ihr euch: Auf dem Pariser Autosalon zeigte Hyundai ein seriennahes Konzeptfahrzeug auf Basis des i30 N. Der Hyundai i30 N Option sollte die mögliche Bandbreite werkseitigen Zubehörs demonstrieren. Und was sollen wir sagen: Das Teil gefiel nicht nur uns, sondern auch euch, wie die massenhaften Reaktionen gezeigt haben. Jetzt macht Hyundai ernst und bringt die in Deutschland entwickelten „N-Thusiast Parts“ auf den Markt.

Das Zubehörprogramm umfasst zum Beispiel ein Aerodynamik-Paket, Leichtbauräder mit Sportreifen, Rennbremsbeläge, eine Domstrebe, Rennschalensitze und einen Clubsportbügel. Durch die Allgemeine Betriebserlaubnis der „N-Thusiast Parts“ ist eine Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt.

Die aus Kohlefaser gefertigten Aerodynamikteile der „N-Thusiast Parts“ steigern den Abtrieb erheblich: Bei einer Geschwindigkeit von 140 km/h erhöht der lediglich 1.550 Gramm schwere Heckflügel den Anpressdruck an der Hinterachse um 21 Kilogramm, bei 240 km/h sogar um 61 Kilogramm. An der Vorderachse werden beidseitig nach oben geschwungene Winglets und Aero-Flicks montiert.

Neben der Modifizierung der Aerodynamik schlägt das neue Kohlefaser-Luftleitwerk optisch eine Brücke zum Tourenwagen i30 N TCR, mit dem die italienische Rennfahrerlegende Gabriele Tarquini gleich in seiner erster Saison den Titel im stark besetzten FIA World Touring Car Cup (WTCR) holte. Das fünfteilige Aerodynamik-Paket für den Hyundai i30 N kostet 2.799 Euro.

Was hat Hyundai für die N-Fans noch im Programm? Das Leichtbaurad Hyper GT im 10-Speichendesign stammt vom renommierten italienischen Felgenhersteller OZ Racing. Sie reduziert durch das geringere Gewicht die Radlastschwankungen sowie das Trägheitsmoment. Die 9,5 Kilogramm leichte Felge wird eigens für Hyundai in der Dimension 8,0 J x 19 ET 55 produziert und wiegt etwa vier Kilogramm weniger als das serienmäßig montierte Rad. Bei der Konstruktion der Räder greift OZ Racing auf langjährige Erkenntnisse aus dem Motorsport, wie das speziell ausgeformte Felgeninnenbett und verstärkte Außenhorn, zurück. Der Radsatz wird bei Hyundai für 1.916 Euro angeboten.

Das Leichtbaurad Hyper GT lässt sich mit dem Sportreifen Pirelli P Zero Trofeo R in der Dimension 235/35 R 19 kombinieren. Beim Befahren einer Rennstrecke soll der Semi-Slick sein volles, fahrdynamisches Potential zeigen. Der Komplettradsatz ist für 3.100 Euro erhältlich.

Direkt von der Rennstrecke stammen ebenfalls die von Hyundai beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring erprobten Motorsport-Radmuttern aus Aluminium mit drehbarem Konus. Die lange Ausführung der Mutter erleichtert das Montieren des Rades. Das Set für 379 Euro umfasst 20 Radmuttern, davon sind vier mit einem Felgenschloss versehen.

Um die Haltbarkeit der Bremsanlage auf der Rennstrecke zu erhöhen und die Bremswege zu verkürzen, hat Hyundai für den i30 N Performance spezielle Rennbremsbeläge entwickelt. Diese sind sowohl für die Bremsanlage an der Vorder- als auch an der Hinterachse verfügbar und werden jeweils für 349 Euro pro Achse angeboten.

Die adaptiven Dämpfer des serienmäßigen Sportfahrwerks lassen sich in drei Stufen einstellen und somit den Fahrbahnbedingungen anpassen. Durch den Einbau des dreifach verstellbaren Hinterachs-Stabilisators kann der Fahrer die dynamischen Eigenschaften des Hyundai i30 N weiter nach seinen Wünschen einstellen und die Stärke der Wank- und Rollbewegungen bei Kurvenfahrten beeinflussen. Der mit einer blauen Pulverlackbeschichtung überzogene Stabilisator kostet 289 Euro.

Die Domstrebe des Zubehörprogramms „N-Thusiast Parts“ verleiht dem i30 N zusätzliche Stabilität, indem sie die Karosserie zwischen den vorderen Federbeindomen versteift. Dadurch werden Veränderungen der Fahrzeuggeometrie bei besonders dynamischer Kurvenfahrt auf der Rennstrecke reduziert und das Einlenkverhalten verbessert. Die Domstrebe ist für 379 Euro erhältlich.

Hyundai i30 N N-Thusiast Parts

Wie im Motorsport lässt sich der Hyundai i30 N mit Rennschalensitzen, die zusammen mit Recaro entwickelt wurden, ausstatten. Die Gurtführung des Sitzes ermöglicht sowohl die Nutzung des serienmäßigen 3-Punkt-Gurtes als auch die Verwendung eines 6-Punkt-Gurtes für den Rennstreckengebrauch. Der Rennschalensitz wird mit schwarzem Lederbezug geliefert. Die Längs-, Höhen- und Neigungseinstellung ist manuell möglich. Die einteilige Sitzschale mit fester Kopfstütze besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff und wiegt lediglich sieben Kilogramm. Das Gewicht der seitlichen Adapter und der fahrzeugspezifischen Sitzkonsole beträgt zusammen zirka sechs Kilogramm. Insgesamt wiegt der Rennschalensitz etwa die Hälfte des Seriensportsitzes. Ein Rennschalensitz ist für 1.679 Euro erhältlich.

Die „N-Thusiast Parts“ umfassen zudem den schwarz lackierten Clubsportbügel im Innenraum, der anstatt der hinteren Sitzplätze montiert wird. Der Bügel erhöht die Sicherheit der Insassen und ermöglicht wie im Rennwagen Hyundai i30 N TCR die Befestigung eines 6-Punkt-Gurtsystems. Der Clubsportbügel kostet 799 Euro.

In Anlehnung an das Design des erfolgreichen TCR-Rennwagens wurde für den Hyundai i30 N auch das großflächige N-Dekor entworfen. Das Set umfasst jeweils die Folie für die Seiten und Motorhaube. Es wird für 599 Euro angeboten. Die Seitenschweller des i30 N lassen sich für 19 Euro mit zwei farbigen N-Emblemen akzentuieren.

Einen Hinweis hat Hyundai übrigens noch: Bei den Preisangaben handelt es sich um eine unverbindliche Preisempfehlung. Es können weitere Kosten durch die Montage entstehen.

Bildergalerie: Hyundai i30 N N-Thusiast Parts