Putins Staatslimousine Aurus Senat enthüllt
Auch reiche Russen sollen das 598 PS starke Auto kaufen können
Einfach beim örtlichen Cadillac-Händler vorbeischauen und ein Exemplar der Limousine von US-Präsident Trump ("The Beast") kaufen? Das geht nicht so einfach. Aber Russen können demnächst eine kleinere Version von Wladimir Putins offiziellem Fahrzeug erwerben. Der russische Staatspräsident nutzte das Auto namens Aurus Senat als Langversion bereits bei seiner Amtseinführung im Mai 2018. Dadurch wurde der Wagen international bekannt. Nun wurde die normale Variante offiziell auf dem Moskauer Autosalon 2018 (29. August bis 9. September) enthüllt. Sie soll auch normalen Kunden angeboten werden.
Nur die russische Regierung wird eine gepanzerte Version erhalten, alle anderen Kunden bekommen eine Variante ohne Panzerung. In den Verkauf geht die Limousine jedoch erst im Januar 2019. Immerhin 150 Stück sollen im ersten Jahr abgesetzt werden. Zunächst wird es den Senat nur in Russland geben, später aber auch in anderen Ländern. So sollen dann irgendwann 10.000 Fahrzeuge pro Jahr an den Mann oder die Frau gebracht werden.
Mit seinem riesigen Kühlergrill und den rechteckigen Scheinwerfern sowie dem Three-Box-Design sieht der Senat einem Rolls-Royce Ghost sehr ähnlich. Statt eines V12 wie bei diesem arbeitet im Russen-Rolls-Royce jedoch ein 4,4-Liter-Biturbo-V8. In Kombination mit einem Elektromotor ergibt sich eine Systemleistung von stattlichen 598 PS. Über eine Neun-Gang-Automatik wird die Leistung auf alle vier Räder übertragen.
Im Inneren haben die Designer viel Leder und Holz sowie polierte Metallzierteile verwendet. Wie bei den neuen Mercedes-Cockpits wird ein Instrumentendisplay neben einem Infotainmentdisplay platziert. Wählscheiben auf dem Mittelkonsole scheinen die Klimatisierung zu steuern und einen weiteren Knopf auf der Konsole, um Infotainment-Befehle zu handhaben. Auch etliche Fahrerassistenzsysteme sind an Bord, darunter ein Abstandstempomat, ein Totwinkelwarner, ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung und eine Verkehrszeichenerkennung. Für die Unterhaltung der Fondpassagiere gibt es Displays an den Rückseiten der Vordersitzlehnen. Zum Preis des Wagens gibt es noch keine Angaben, doch dürfte man einen größeren Haufen Rubel auf den Tisch legen müssen.
Bildergalerie: Aurus Senat 2018
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