Die Mittelmotor-Corvette wird konkreter
Neue Corvette wird performanter. Und viel teurer
Flacher und breiter
So gesehen ist der Lebenszyklus der aktuellen, seit 2013 gebauten Corvette C7 relativ kurz. Der Grund: Bereits bei der C7 hatte man an einem Mittelmotor-Layout gearbeitet. In den Wirren der Insolvenz von 2009 wurden die Pläne aber verworfen. Jetzt soll es eben der Nachfolger richten. Der wird sich in der Länge nicht arg vom bisherigen Modell unterscheiden, insgesamt aber flacher und breiter daherkommen. Exotischen Supercar-Schnickschnack wie nach oben öffnende Türen wird die Corvette C8 nicht erhalten. Für etwas Glamour dürfte aber eine Glasscheibe sorgen, die den Blick auf den Motor freigibt. Außerdem erkennt man eine nach hinten ausgerichtete Kamera, die Bilder an einen digitalen Rückspiegel senden könnte.
Erstmals mit Hybrid?
Offenbar macht man bei GM ein ziemliches Geheimnis aus der neuen Mittelmotor-Vette. Getestet wird überwiegend nachts. Außerdem hat nur ein kleiner Kreis von Entwicklern und Designern Zugang zum Projekt. Ähnlich wie bei Fords neuem GT. Die Corvette C8 soll aber anders als dieser kein streng limitiertes und hochpreisiges Vergnügen werden. Die Basis für die Mittelmotor-Plattform soll kein komplett neues Konstrukt sein. Offenbar bedient man sich beim Aluminium-Spaceframe der C7. Allerdings könnte es einen von Grund auf neuen Motor geben. Gerüchten zufolge handelt es sich dabei um den sogenannten LT7-Biturbo-V8. Auch über eine Hybrid-Option wird spekuliert. Der Basis-Antrieb wird aber weiterhin der LT1-V8 aus der aktuellen Corvette C7 sein.
Abstand zum Camaro vergrößern
Warum Chevrolet sich die Mühe macht und die bewährte Corvette-Formel komplett und radikal über den Haufen wirft? Nun, offenbar stößt das Layout mit Frontmotor und Heckantrieb so langsam an seine Grenzen. Und der neue Camaro klebt der Vette stärker denn je an den Fersen. Um sich deutlicher vom Camaro abzusetzen, ist das exotischere Mittelmotor-Prinzip wohl unumgänglich. Dass der Motor künftig hinter dem Fahrer sitzt, wird aber nicht der einzige große Richtungswechsel bei der Corvette C8 werden. Der Kult-Sportler dürfte nämlich auch spürbar teurer werden. Bisher startet die Basis-Corvette in den Staaten bei etwa 60.000 US-Dollar (etwa 51.000 Euro). In Zukunft wird man eine Corvette aber wohl nicht unter 80.000 US-Dollar (also knapp 68.000 Euro) bekommen. Auch das sollte helfen, den Abstand zum Camaro zu vergrößern und die Corvette noch stärker als Aushängeschild des Unternehmens zu positionieren.
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