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Das ist der Bugatti Chiron Sport

Ein zackigerer Chiron für die Rennstrecke. Ja, wirklich

Das ist der Bugatti Chiron Sport

Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

6. Mär. 2018 um 12:02 Uhr

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Genf ist traditionell das Epizentrum sehr sehr unvernünftiger und teurer Sportwagen. Dieses Exemplar hier passt also auf den 2018er Autosalon wie die berühmte Faust aufs Auge. Begrüßen Sie mit uns den neuen Bugatti Chiron Sport, die erste Ausbaustufe des mächtigen Chiron. Ein wenig überraschend: Für den Sport hat man keine zusätzliche Leistung aus dem omnipotenten 8,0-Liter-Sechzehnzylinder gequetscht. Es bleibt also bei 1.500 PS. Die Beschleunigungswerte sind ebenfalls die gleichen. Hm, was ist da nur los? Nun, beim Chiron liegt der Fokus eher auf einer besseren Rennstrecken-Performance. Ja, Sie haben richtig gehört: Das hier ist ein Bugatti Chiron für den Track. Schuld daran sind ein neues Handling-Pack, etwas weniger Gewicht und … Scheibenwischer aus Carbon.

Mit kurviger Abstimmung
Was ist also – neben den ultraleichten Hightech-Wischern – neu? Nun, die Ingenieure haben die Dämpfer zehn Prozent steifer gemacht und die Lenkung modifiziert. Man verspricht uns aber, dass sich am „außergewöhnlich direkten Gefühl“ nichts geändert hat. Gott sei Dank. Ein bisschen wurde auch am Hinterachs-Sperrdifferenzial gefeilt. Und man gönnt dem Chiron Sport eine Dynamic-Torque-Vectoring-Funktion, die vermutlich Gold wert ist, wenn man mit der Geschwindigkeit einer Mittelstreckenrakete über die Nordschleife jagt.

18 Kilo leichter
Insgesamt wurden dem Chiron überdies 18 Kilo an Gewicht genommen. Verantwortlich dafür: Leichtere Räder, ein Stabilisator und Ladeluftkühler-Cover aus Carbon, grazileres Glas für die Heckscheibe, ein leichtere Hitzeblech für den Auspuff und natürlich die heroischen Kohlefaser-Wischer. Letztere sparen immerhin 1,4 Kilo und gehen an einem Serienauto als absolute Weltpremiere durch. Außerdem haben sie Alu-Köpfe aus dem 3D-Drucker. Es ist einfach faszinierend.

Fünf Sekunden schneller in Nardo
Wenn Sie sich fragen, für was genau all dieser Aufwand gut ist, dann sei Ihnen gesagt: Der Chiron Sport ist auf dem Handlingkurs von Nardo genau fünf Sekunden schneller als sein „gewöhnlicher“ Bruder. Eine Rundenzeit selbst wird leider nicht genannt. Aber wenn Sie ein Kunde sind, der seinen Chiron „noch sportlicher fahren will und mehr Querdynamik auf kurvigen Strecken wünscht“, dann sind Sie hier genau richtig. An der Längsdynamik kann es auch kaum gelegen haben. Wir erinnern uns: Der Chiron macht 0-100 km/h in weniger als 2,5 Sekunden, knackt die 0-300 km/h in knapp 13,6 Sekunden und läuft 420 km/h Spitze.

Im Grill eine dezente 16
Damit auch jeder gleich erkennen kann, dass Sie die Sportversion des brachialsten Serienautos der Welt fahren, kriegt der Chiron Sport vier runde Endrohre, Sport-Logos an Einstiegsleisten und Mittelkonsole, einen schwarz anodisierten Startknopf und Fahrmodi-Schalter sowie einige neue Möglichkeiten, was Lacke und Interieurfarben angeht. Ach ja, eine riesige „16“ pinselt man Ihnen auch noch auf den Grill. Damit Sie nicht vergessen, was hinten so an Zylindern drinsteckt.

2,65 Millionen Euro vor Steuern
Die in Genf gezeigte Version erstrahlt in Rot und Schwarz. Innen geht es fast ausschließlich schwarz zu. Mit Leder, Alcantara und Carbon. Der Basispreis für den Chiron Sport liegt übrigens bei 2,65 Millionen Euro. Vor Steuern, wohlgemerkt. Bugatti brüstet sich sogar freiwillig damit, dass das ausgestellte Messefahrzeug mit einem Preis von 2,98 Millionen Euro netto wohl das teuerste des kompletten Genfer Autosalons ist. Wenn Sie es gerne ähnlich offensiv angehen: Die ersten Auslieferungen des Chiron Sport sind für Ende 2018 geplant.

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