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Türkei plant eigene Automarke
2021 soll ein Elektrofahrzeug auf den Markt kommen

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
6. Nov. 2017 um 13:13 Uhr
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Man unterschätzt es gerne: Der türkische Automobilmarkt ist einer der größten Europas: Rund eine Million Neufahrzeuge werden dort jährlich zugelassen. Hinzu kommt, dass viele Automarken in der Türkei produzieren, darunter Hyundai den i10 und i20, aber auch Honda, Toyota, Fiat und Renault. Jetzt kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein ehrgeiziges Projekt an: Das erste komplett in seinem Land entwickelte und gebaute Elektroauto.
Mehr zu diesem Projekt und ein Elektroauto-Überblick:
TOGG: Türkei will eigene Elektroautos produzieren
Wie ernst der Türkei dieses Ziel ist, zeigt der ambitionierte Zeitplan: 2019 sollen erste Prototypen entstehen, 2021 soll das Elektroauto dann zu den Händlern rollen. Derzeit genießt das Projekt bei staatlichen Stellen höchste Priorität. Dabei möchte man die Grundlagen nutzen, die man bislang in Joint-Ventures mit ausländischen Autoherstellern und -zuliefern erworben hat. Einem Bericht der türkischen Ausgabe von Motor1.com zufolge sind fünf große lokale Unternehmen in das Projekt eingebunden, zugleich sorgt die Ankündigung des Fahrzeugs bereits für große Aufmerksamkeit im Land.
Neu ist die Idee eines rein türkischen Autos nicht: 1966 ging der Anadol in Produktion. Sein Design stammte vom britischen Hersteller Reliant, die Technik lieferte Ford. Eine Besonderheit der Stufenheck-Limousine war die Karosserie aus Fiberglas. Bis 1986 wurden die Anadol-Modelle gebaut, parallel gab es in Lizenz gebaute Ford-Fahrzeuge. Heute fertigt ,Ford Otosan" unter anderem den Transit Connect.
Lesen Sie auch:
- Die Originalmeldung: YERLİ OTOMOBİL İÇİN DEVLER BİR ARAYA GELDİ
- So fährt sich der Ford Tourneo Connect
Bildergalerie: Türkei plant eigene Automarke

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