Erste Eindrücke vom gelifteten Kompakt-SUV

Sie heißen VW Tiguan, Ford Kuga und Mitsubishi ASX: Fast jeder Autohersteller hat heute ein Kompakt-SUV im Programm. Etwas ruhig wurde es um den Begründer dieses Segments, den Toyota RAV4. Das aktuelle Modell wurde jetzt gründlich überarbeitet.

Mehr Chromschmuck
Auffälligstes Merkmal des neuen RAV4 ist ohne Frage die umgestaltete Frontpartie mit breiterem Chrom-Kühlergrill und neuen Scheinwerfern. Hinzu kommen ein geänderter Stoßfänger vorne und LED-Leuchten am Heck. Im Innenraum hat sich dagegen nur wenig getan, hier gibt es künftig gegen Aufpreis eine Leder-Alcantara-Ausstattung. Die Rücklehnen bleiben einfach umzuklappen, hierzu muss man lediglich einen Griff in der Nähe der Hecktür betätigen. Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 586 und 1.752 Liter.

Ein Benziner, zwei Diesel
Der Vierzylinder-Benziner im RAV4 leistet 158 PS. Er ist mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe sowie Front- oder Allradantrieb erhältlich. Für die vierradgetriebene Version ist auch eine CVT-Automatik namens ,Multidrive S" erhältlich. Hierbei kann zusätzlich ein Sport-Modus und eine manuelle Schaltfunktion gewählt werden. Der beliebteste RAV4 soll der 2.2 D4-D mit 150 PS starkem Diesel werden. Serienmäßig an Bord ist eine Sechsgang-Handschaltung, zudem kann zwischen Front- und Allradantrieb gewählt werden. Der Allradler ist auch mit einer Sechs-Stufen-Automatik zu bekommen. Topversion des RAV4 ist der 2.2 D-CAT: Der Spitzendiesel mit 177 PS ist nur mit Allradantrieb im Programm.

Erste Eindrücke
Wir konnten bereits eine kurze Testfahrt mit dem RAV4 2.0 Valvematic machen: Einen positiven Eindruck macht der laufruhige Motor, der gemeinsam mit der CVT-Automatik eine manierliche Figur abgibt. Obwohl das etwas träge agierende Getriebe etwas anderes vermittelt, geht es flott voran, nach genau elf Sekunden wird Tempo 100 erreicht. Weitere Pluspunkte sind die direkte Lenkung, das Platzangebot hinten, ein guter Federungskomfort und die Sicht nach vorne dank der konturierten Haube. Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Kunststoffe im Innenraum überzeugen noch immer nicht. Das Lenkrad und die Instrumente stehen stets zu niedrig, was bei großen Menschen die Beinfreiheit einschränkt. Die Displays in den Instrumenten und der Mittelkonsole sind nur schwer ablesbar, die Hecktür öffnet unpraktisch zur rechten Seite hin.

Eine Frage der Kosten
Die Preise beginnen bei 23.800 Euro für den Zweiliter-Benziner mit Frontantrieb, 600 Euro mehr als bislang. Inklusive sind hier bereits eine elektrische Berganfahrkontrolle, ein Audiosystem, elektrische Festerheber rundum und eine manuelle Klimaanlage. Allrad- und Automatikfreunde müssen hingegen zur nächsthöheren Ausstattung ,Life" greifen. Serienmäßig sind dann zusätzlich ein Licht- und ein Regensensor, ein CD-Wechsler, ein Tempomat und eine Zwei-Zonen-Klimaanlage. Wo steht der RAV4 preislich in seinem Segment? Deutlich teurer ist mit 26.050 Euro der 150 PS starke VW Tiguan 1.4 TSI BlueMotion Technology Trend & Fun, während Hyundai für den frontgetriebenen ix35 2.0 mit 163 PS nur 20.990 Euro aufruft.

Gelifteter Pionier