Radikaler Racer in neuer V8-Version steckt Ferrari Enzo locker in die Tasche

Ein ultraleichtes Auto mit einem 500 PS starken V8: Das ist der neue Atom V8 von der britischen Firma Ariel. Wie der normale Atom ist auch die V8-Version ein kleiner, offener Racer mit zwei Sitzen, der an eine verkleinerte Version von Formel-1-Boliden erinnert.

Von null auf 100 in 2,3 Sekunden
Der normale Atom wird von einem Zweiliter-Vierzylinder von Honda mit bis zu 300 PS angetrieben. Bei einem Gewicht von nur 469 Kilo kann er aber selbst Supersportwagen das Wasser reichen. Noch extremer sind die Verhältnisse beim Atom V8. Er wiegt 550 Kilo und sein V8-Motor erreicht in der Rennversion 507 PS, die Straßenversion bietet 482 PS. So ergibt sich ein Leistungsgewicht von über 900 PS pro Tonne – um Längen mehr als die rund 400 PS pro Tonne des Ferrari 458 Italia oder die etwa 530 PS pro Tonne eines Bugatti Veyron. Auch bei der Beschleunigung haben die konventionellen Sportwagen das Nachsehen: Der Atom V8 erreicht in etwa 2,3 Sekunden die Tempo-100-Marke – ein 458 Italia braucht über eine Sekunde länger. Nur bei der Endgeschwindigkeit liegt der bis zu 325 km/h schnelle Ferrari noch vorn: Beim Atom V8 wird die Höchstgeschwindigkeit mit 275 km/h für die Straßenversion und 320 km/h für die Rennversion angegeben.

Beim Hochschalten auf dem Gas bleiben
Die fast unglaublichen Fahrleistungen ermöglich ein Dreiliter-V8, der in den USA bei Honda gebaut wird. Der DOHC-Vierventiler dreht bis auf 10.500 U/min hoch und besitzt eine Trockensumpfschmierung. Das sequenzielle Sechsgang-Getriebe wird mit Paddles geschaltet, wobei die Schaltvorgänge nur 40 bis 50 Millisekunden dauern. Auch mehrfache Gangwechsel sollen sehr schnell klappen: So kann man laut Ariel in weniger als einer Sekunde fünfmal herunterschalten. Beim Hochschalten muss man den Fuß nicht einmal vom Gas nehmen.

Vielfach einstellbar
Das Fahrwerk des normalen Atom wurde für den V8 verbessert und auf geringere ungefederte Massen hin optimiert. Dämpfer und Federn wurden speziell für den Atom V8 entwickelt. Die Dämpfer lassen sich zweifach in der Druckstufe sowie in der Zugstufe variieren, und die Federn lassen sich in vier Stufen verstellen. Auch neue Instrumente erhält der Atom V8. Der modifizierte LCD-Monitor zeigt verschiedene Fahrzeug- und Motorinformationen. Die Hauptdaten werden ständig angezeigt, durch weitere Infos wie Luft-, Wasser, Öl- und Getriebetemperatur kann man sich durchscrollen. Über Kipphebel am Armaturenbrett lassen sich Traktionskontrolle und Launch Control aktivieren, außerdem kann zwischen Trocken- und Nasseinstellung gewählt werden und die Getriebeeinstellungen lassen sich variieren. Ansonsten bietet das Cockpit Schalensitze mit Hosenträgergurten, aber weder eine Windschutzscheibe noch eine Audioanlage.

Rohrrahmen und Karbonflügel
Zu den Markenzeichen des nur 3,70 Meter langen und 1,20 Meter hohen Atom gehört der Rohrrahmen, der beim V8 noch mit einer speziellen Goldpulver-Schicht versehen wird. Beim V8 wurden außerdem zusätzliche Stützstreben um den hinten positionierten Motor herum angebracht. Die übrigen Teile der Karosserie – wenn man von einer solchen reden kann – bestehen aus Verbundmaterialien und Karbonfasern. Die Karbonflügel hinten und vorn sind einstellbar.

Nur 25 Stück
Der Atom V8 wird in einer Sonderedition von nur 25 Fahrzeugen gebaut. Jedes Auto und jeder Motor erhält eine Nummer. Das Fahrzeug kann nach Kundenwünschen konfiguriert werden – bis hin zu individuell gewählten Getriebeübersetzungen. Von den 25 Fahrzeugen sind allerdings schon 20 vorbestellt, sodass die Sonderedition bald verkauft sein dürfte – und das bei einem Preis von 146.699 Pfund oder 179.384 Euro.

Ariel Atom V8