Aufwendig hergerichteter Sportwagen kostet über 300.000 Euro

Novitec bietet nun auch ein Tuningprogamm für den Ferrari 458 Italia an. Dabei bekommt der italienische Mittelmotorsportler von allem etwas mehr: bei der Leistung, beim optischen Auftritt und beim Interieur. Ein komplett veredeltes Exemplar zeigt der Veredler auf dem Genfer Autosalon vom 3. bis 13. März 2011.

Über 330 km/h Spitze
Kern des Italia-Umbaus ist das Motortuning. Aus dem ab Werk sowieso schon mit einer hohen Liter-Leistung gesegneten 4,5-Liter-V8-Triebwerk holt der Tuner 609 statt 570 PS. Das Drehmoment steigt von 540 Nm auf 569 Newtonmeter. Über 330 km/h schnell soll der getunte 458 Italia sein. Das Serien-Pendant schafft 325 km/h. Um die 39-Mehr-PS herauszukitzeln, bedarf es einer Airbox aus Karbon mit geänderter Luftführung, einer neu programmierten Motorelektronik sowie einer Hochleistungsauspuffanlage.

Abgasanlage mit Material aus der Formel 1
Das neue Abgassystem besteht aus zwei Fächerkrümmern, Sportkatalysatoren und einem Endschalldämpfer. Letzterer beinhaltet eine Klappensteuerung mit Ventilen im Auspuff, die über Bedientasten am Lenkrad verstellt werden können. Dadurch ändern sich Sound und Leistungsausbeute. Der V8-Klang entweicht über drei je 90 Millimeter starke Endrohre. Das Abgassystem besteht aus Iconel, einer speziellen Metalllegierung, aus der auch die Abgasanlagen der Formel 1 gefertigt werden. Größter Vorteil: Gegenüber dem Serien-Italia werden laut Novitec 21 Kilogramm Gewicht eingespart.

Aerodynamik aus dem Windkanal
Den Windkanal der Universität Stuttgart verwendete Novitec, um das eigene Aerodynamik-Kit zu testen. Die Komponenten sind aus Kohlefaser gefertigt und umfassen unter anderem einen Frontspoiler für den Serienstoßfänger, kleine vordere Zusatzflügel, Karbon-Blenden für die Außenspiegel, Seitenschwellerverkleidungen, einen Heckflügel und einen Diffusor. Zusätzlich sind auch die Dachhaut und die Motorhaube aus Karbon gefertigt.

Mit 21- und 22-Zoll-Rädern
Bei den Rädern geht Novitec in die Vollen. Eine Kombination aus den Dimensionen 9Jx21 und 12Jx22 Zoll quetscht der Tuner in die Radhäuser – vorne die kleineren, hinten die größeren. Auf die hauseigenen Rundlinge zieht der Autoveredler vorne Reifen in der Größe 255/30 und hinten Pneus im Format 335/25. Sportfedern legen den Ferrari rundum zirka 35 Millimeter tiefer. Kombiniert werden sie mit einem hydraulischen Hebesystem an der Vorderachse, das die Bodenfreiheit um 40 Millimeter erhöhen kann, wenn beispielsweise Tiefgaragenrampen befahren werden.

Innenraumdetails nach Kundenwunsch
Beim Interieur kommt der Tuner den Wünschen der Kunden nach: Leder und Alcantara in jeder Farbe, eine Mittelkonsole aus Karbon, neue Einstiegsleisten und längere Schaltwippen für das Lenkrad gehören zu den Möglichkeiten. Der von Novitec in Genf gezeigte Ferrari 458 Italia hat nach Angaben der Tuners einen Wert von rund 310.000 Euro und beinhaltet die genannten Umbaumaßnahmen. Ein Serien-Italia ist ab 197.630 Euro erhältlich.

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