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Einstieg beim Model S wird günstiger
Neue Versionen Tesla Model S 60 und 60D mit geringerer Reichweite

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
17. Jun. 2016 um 17:26 Uhr
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Dafür, dass Tesla bisher nur ein einziges Modell (das Model S, während das Model X erst Ende 2016 startet) auf dem deutschen Markt hat, hat die kalifornische Marke viel Staub aufgewirbelt. Es gibt aber auch einen Grund dafür: Keine andere Marke bietet Elektroautos mit so großer Reichweite an. Das Model S 90D soll nicht weniger als 557 Kilometer mit einer Ladung schaffen. Doch der bisherige Basispreis von 82.700 Euro schreckte allzu viele Kunden ab. Deshalb starten nun zwei neue Einstiegsversionen, bei denen die Reichweite per Software verringert ist.
Künftig sechs Varianten
Bisher bestand die Modellpalette aus dem Model S 75 sowie den Allradmodellen 75D, 90D und P90D. Kenner werden sich vielleicht über das Fehlen der Versionen 70 und 70D wundern, doch diese wurden bereits vor ein paar Monaten von den 75ern abgelöst, wie uns Tesla-Sprecherin Kathrin Schira sagte. Nun kommen der 60 und der 60D hinzu. Die Zahlen stehen bei Tesla generell für die Energie in Kilowattstunden (kWh), die der Akku speichern kann. Es werden aber auch in Zukunft nur zwei Batterien hergestellt, eine mit 75 und eine mit 90 kWh. Bei den neuen 60er-Modellen wird aber per Software nur ein Teil des physikalisch möglichen Energieinhalts freigegeben, so Schira.
Neuer Basispreis: 76.600 Euro
Der Basispreis sinkt nun auf 76.600 Euro, die Allrad-Variante 60D beginnt bei 82.100 Euro. Nach wie vor im Programm sind die 75er-Versionen – sie erscheinen aber nun als ,Range Upgrade" des 60er für 9.400 Euro Aufpreis. Damit zahlt man nun statt 82.700 Euro künftig 86.000 Euro für den 75er. Wer einen 60er gekauft hat, kann daraus auch nachträglich noch einen 75er machen. Das dazu nötige Software-Update kostet 9.950 Euro, also unwesentlich mehr als man bezahlt, wenn man sich gleich für den 75er entscheidet.
19 Prozent weniger Reichweite
Eine kleinere kWh-Zahl bedeutet natürlich auch eine kleinere Reichweite. Statt 480 Kilometer schafft der 60er nur mehr 400 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit sinkt von 225 auf 210 km/h, der Normsprint dauert unverändert 5,8 Sekunden. Die Daten für die Allradversion weichen nur wenig ab: 408 Kilometer, 210 km/h und 5,4 Sekunden. Wie die anderen Versionen haben auch die Neulinge keinen Grill mehr, sondern profitieren ab Ende Juni 2016 vom Facelift.
Teurer als ein Ghibli, günstiger als ein 7er
Mit einer Länge von knapp unter fünf Meter und einem Sprintwert von 5,8 Sekunden konkurriert die viertürige Stufenhecklimousine mit Autos wie dem Jaguar XF, Maserati Ghibli oder Audi A6. Das Ghibli-Basismodell (5,6 Sekunden, 263 km/h Spitze, Hinterradantrieb) gibt es bereits ab 68.470 Euro, also für rund 12.000 Euro weniger. Gegenrechnen muss man allerdings die geringeren Betriebskosten – Tesla selbst beziffert die Einsparung bei 15.000 Kilometer pro Jahr und fünf Jahren Haltedauer mit rund 5.500 Euro. Auch dann ist der konventionell angetriebene Ghibli also günstiger. Tesla selbst vergleicht sein Auto allerdings lieber mit der Oberklasse. Einen BMW 7er mit einem vergleichbaren Benziner gibt es erst ab 88.300 Euro, womit er deutlich teurer als der Tesla ist. Außerdem verweisen die Kalifornier auf die Neuwagengarantie von vier Jahren und 80.000 Kilometer sowie eine Acht-Jahres-Garantie auf Batterie und Antrieb – bei unbegrenzter Laufleistung.
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