Toyota Corolla Cross vs. Honda ZR-V: Hybrid-SUVs im Vergleich
Zwei recht ähnliche, aber doch unterschiedliche Philosophien des Antriebs im Duell ...
Im Laufe der Jahre wurden auch klassische Modelle wie Limousinen oder fünftürige Kompaktwagen in SUVs umgewandelt, um das Publikum besser zu befriedigen. Dies ist auch mit dem Toyota Corolla geschehen, der Ende 2021 den Ableger Toyota Corolla Cross hervorbrachte, ein Kompakt-SUV. Honda stieg 2023 mit dem ZR-V in dieses Segment ein. Mit einem Vollhybrid-Antrieb. Genau wie das direkte Konkurrenz-Modell von Toyota. Zeit für einen Vergleich.
Design und Abmessungen
Mit seinen beiden Ablegern hat der Toyota Corolla Cross in Sachen Design nichts gemein. Er wurde mit dem Ziel entwickelt, den Innenraum zu optimieren und ein muskulöses, aber nicht schweres Aussehen zu transportieren. Mit einer Länge von 4,46 Metern wirkt er eher wie ein Yaris Cross auf Steroiden. Mit einem großzügigen Kühlergrill, horizontal verlaufenden Front- und Heckleuchten, auffälligen Kunststoffschutzleisten an den Profilen und einer leicht geneigten Heckscheibe.
Der Honda ZR-V antwortet mit noch weicheren Linien und geschmeidigeren Formen, denen es jedoch nicht an Akzenten an den richtigen Stellen fehlt. Alles verteilt auf eine Länge von 4,57 Metern. Das allgemeine Layout entspricht dem des Konkurrenten mit einer Nase, in die horizontal angeordnete Scheinwerfer, Kunststoffabdeckungen (in diesem Fall poliert, um den Gesamteindruck zu erleichtern) und ein traditionelles Heck, das weit von der Welt der Coupé-SUVs entfernt ist, eingelassen sind.
Toyota Corolla Cross
Honda ZR-V
| Modell | Länge | Breite | Höhe | Radstand |
| Toyota Corolla Cross | 4,46 Meter | 1.8 Meter | 1,62 Meter | 2,64 Meter |
| Honda ZR-V | 4,57 Meter | 1,84 Meter | 1,62 Meter | 2,65 Meter |
Innenraum
Rationalität und Technologie: So könnte man den Innenraum des Toyota zusammenfassen, der in Sachen Stil und Materialien recht einfach hält. In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich der freistehende 10,5-Zoll-Bildschirm des Infotainmentsystems, das gerade beim Cross die neue Version der Software mit einer immer noch sehr einfachen Grafik hervorgebracht hat. Es kann Over-the-Air-Updates empfangen und ist mit Android Auto und Apple CarPlay kompatibel, auch drahtlos. Die Instrumentierung ist digital und wird auf einem 12,3-Zoll-Bildschirm angezeigt.
Das Platzangebot ist gut, auch wenn man auf etwas Kofferraum verzichten muss, wenn man sich für die Version mit Allradantrieb entscheidet (433 gegenüber 390 Liter). Das Design des Laderaums ist pragmatisch und die Ladehöhe niedrig genug. Die Rückenlehnen lassen sich im Verhältnis 60:40 umklappen. Ganz eben wird der Laderaum allerdings nicht. Die Fondpassagiere sitzen bequem und haben in alle Richtungen viel Platz. Auch in der Mitte, wo sie sich nicht mit dem Getriebetunnel herumschlagen müssen. In der Mitte befinden sich außerdem die Lüftungsdüsen und zwei USB-Steckdosen vom Typ C.
Toyota Corolla Cross – der Innenraum
Das Armaturenbrett des Honda, dessen Innenraum mit vielen Soft-Touch-Materialien ausgestattet ist, hat ein ähnliches Layout wie das des Konkurrenten, mit einem zentralen Monitor in erhöhter Position und einer Software, die in ihrer Grafik einfach und sehr vollständig ist, wobei die verschiedenen Konnektivitätssysteme auch im drahtlosen Modus funktionieren. Die digitale Instrumentierung bietet zahlreiche Informationen, die durch das direkt auf die Windschutzscheibe projizierende Head-up-Display ergänzt werden.
Der Kofferraum bietet ein Mindestvolumen von 390 Litern und verfügt wie beim Corolla Cross über eine niedrige Ladekante, so dass das Be- und Entladen keine besondere Anstrengung erfordert. Auch hier lassen sich die Sitze im Verhältnis 60:40 umklappen, so dass ein großzügiges Platzangebot entsteht (allerdings mit ebener Ladefläche). Die Rücksitzbank ist bequem, aber in der Mitte nicht ganz flach. Es gibt Lüftungsschlitze und zwei USB-Steckdosen vom Typ C.
Honda ZR-V – der Innenraum
| Modell | Kombiinstrument | Infotainment-Display | Kofferraumvolumen |
| Toyota Corolla Cross | 12,3" | 10,25" | 433 - 1.402 Liter 390 - 1.402 Liter (iAWD) |
| Honda ZR-V | 9" | 10,2" | 390 - 1.312 |
Antriebe
Der Corolla Cross und der ZR-V bieten zwei verschiedene Arten von Vollhybrid. Ersterer setzt auf den klassischen Toyota-Antriebsstrang, bei dem der Verbrennungs- und der Elektromotor mal allein, mal gemeinsam arbeiten. Der klassische Parallelhybrid also. Der Corolla Cross ist außerdem in zwei Konfigurationen erhältlich: mit dem 1.8 mit 140 PS oder dem 2.0 mit 197 PS, letzterer auch in der Version AWD-i mit Allradantrieb und einem zweiten Elektromotor an der Hinterachse.
Der ZR-V hingegen nutzt den gleichen Antriebsstrang wie seine Geschwister. Bestehend aus einem 2.0-Benzin-Saugmotor mit Atkinson-Zyklus und zwei Elektromotoren, die zusammen 184 PS leisten. In diesem Fall arbeiten Elektro- und Verbrennungsmotor jedoch nacheinander: Sie starten immer nur elektrisch und der Verbrenner wird zum Aufladen der Batterie herangezogen. Wenn Sie das Gaspedal stark betätigen oder 80 km/h überschreiten, schaltet sich der Benziner ein, während der Elektromotor "frei" läuft, ohne die Räder zu bewegen.
Toyota Corolla Cross
Honda ZR-V
| Modell | Vollhybrid |
| Toyota Corolla Cross | 1.8 140 PS 2.0 197 PS 2.0 197 PS i-AWD |
| Honda ZR-V | 2.0 184 PS |
Preise
Die Basispreise für den Toyota Corolla Cross beginnen bei 36.190 Euro für den 1.8 mit 140 PS und reichen bis zu 42.390 Euro für den 2.0 AWD-i mit 197 PS. In der höchsten Ausstattungslinie "Lounge" sind in Verbindung mit dem Allrad dann mindestens 47.090 Euro fällig.
Der Honda ZR-V startet bei zu einem Preis von 43.900 Euro in der Ausstattungslinie "Sport" und steigt bis auf 46.400 Euro in der Top-Ausstattung "Advance". Zur Serienausstattung gehören 18-Zoll-Leichtmetallräder, 9-Zoll-Infotainment, digitale Instrumente, schlüsselloses System, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Notbremsfunktion und weitere Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme.
| Modell | Mindestpreis | Höchstpreis |
| Toyota Corolla Cross | 36.190 Euro | 47.090 Euro |
| Honda ZR-V | 43.900 Euro | 46.400 Euro |
Auch interessant
Tatsächlicher Verbrauch: Honda ZR-V Vollhybrid im Test
Citroen Saxo VTS: Der kleine Landstraßen-König wird 30
Honda ZR-V (2023) im Test: Was kann das neue SUV?
Letzte Chance für Verbrenner-Macan: Porsche stockt Bestand vor Produktionsende auf
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Bentley Flying Spur: Zweites Facelift am Nürburgring erwischt
Kommt der Lamborghini Temerario Sterrato? So könnte er aussehen