Test BMW X2

Ich habe schon ein bisschen nachdenken müssen. Darüber, was der neue X2 eigentlich ist. BMW hat ihn bei der offiziellen Fahrpräsentation so knallig krachig bunt und coole-junge-Leute-geil präsentiert, dass selbst die Mini-Marketingabteilung neidvoll den Hut ziehen würde. Der X2 ist ein fahrender Instagram-Account. Ein Auto für Menschen, die nicht einkaufen gehen, sondern shoppen. Für Menschen, die keinen Ausflug machen, sondern den #bestroadtripever. Ganz nüchtern betrachtet, ist er allerdings ein kürzerer, flacherer, unpraktischerer X1 mit angespitztem Fahrwerk und einem Design, das die Augen ganz schön auf Trab hält.

Neue Ausstattung M Sport X
Überall passiert irgendwas an diesem Auto. Gerade bei der gülden-grauen Version, die Sie auf den Bildern sehen. Sie nennt sich M-Sport X, ist ganz neu im BMW-Ausstattungspool und soll sportliche M-Gene möglichst spektakulär mit hemdsärmeliger X-DNA verschmelzen. Sie kriegen also dicke Schürzen/Lufteinlässe/Diffusoren, gigantöse Räder und dazu einen Haufen gräulich abgesetzter Gelände-Kernigkeit. Sollte Ihnen dieser laute Sportroader-Mix ein wenig zu trendy daherkommen, baut Ihnen BMW den X2 aber auch als normalen „M-Sport“ (gleiche Draufgänger-Optik, aber alles komplett in Wagenfarbe lackiert) oder als „Basis“ mit konservativerer Bespoilerung und schwarz abgesetzten Offroad-Look-Zierteilen. Der X2 ist acht Zentimeter kürzer als der X1. Außerdem hat man ihm für adäquate SUV-Coupé-Schneidigkeit das Dach um ganze sieben Zentimeter herunt...