Jagd nach Charisma

Unser Wagen kann kein Wurmloch bohren, findet also keine Abkürzung durch den Raum. Aber er ist schnell, so schnell, dass er in den ,Klub der 300" aufgenommen wird. Wir testen den Jaguar XKR-S – mit seinen 550 PS muss er bei 300 km/h abgeregelt werden.

Immer als Coupé
Jaguars XK-Reihe ist die sportlichste Truppe in der Modellpalette der Briten. Es gibt sie als elegantes Coupé und stylisches Cabrio. Unseren XKR-S wird es nur als Coupé geben. Er unterscheidet sich optisch immens von seinen gar nicht mal schwachen, aber trotzdem schwächeren Geschwistern. An der Front kommt nur eine neue Schürze zum Einsatz, allerdings lässt diese den Wagen breiter und stämmiger wirken. Zwei rechts und links angebrachte schmale Luftöffnungen lassen das S-Modell genauso bissiger wirken wie die beiden waagerechten Schlitze am vorderen Abschluss der Motorhaube. Seitlich fallen die serienmäßigen dunklen 20-Zoll-Räder auf und am Heck sorgt sich ein Spoiler um Abtrieb.

Und es stimmt doch
Als Kind haben wir gerne in am Straßenrand parkende vermeintlich schnelle Autos geguckt und vom Tacho die Höchstgeschwindigkeit abgelesen. Das so ein Tacho schamlos übertreibt, lernten wir allerdings recht schnell. Und nun haben wir einen Wagen, der entwaffnend ehrlich ist: Seine 300-km/h-Skala entspricht der Realität. Selbst ein so genannter Vorlauf, also eine im Vergleich mit der tatsächlichen Geschwindigkeit höhere Tachoanzeige scheint nicht vorgesehen – beim 300-km/h-Auto ist auch die Anzeige bei 300 zu Ende. Anso...