Technisch guter Antriebsstrang, tolle Plattform - nur die versprochene Sportlichkeit fehlt

Eigentlich hatte der Seat Leon Cupra einen gewissen Kultstatus erreicht. Er war ein dezentes, sportliches Auto zum attraktiven Preis. Und jetzt heißt er Cupra Leon – ohne Seat. In diesem Fall handelt es sich sogar um den Cupra Leon e-Hybrid. Das macht ihn vergleichbar mit dem VW Golf GTE. Etwas irritierend, denn bei Cupra handelt es sich um die Sportmarke des Konzerns.

Analog zum VW Golf GTE und den Skoda Octavia RS iV gibt es im neuen Cupra Leon zum ersten Mal ein Plug-in-Hybridsystem (PHEV). Es kombiniert einen 1,4-Liter-Turbobenziner mit 150 PS und 250 Nm maximalem Drehmoment mit einem 85 kW (115 PS) starken Elektroantrieb, einer 13 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie und einem DSG mit sechs Gängen.

Der Hybrid ist nicht die einzige Motorisierung

Der stärkste 2.0-TSI-Block, der nur im Kombi erhältlich ist, bietet neben den genannten 310 PS ein maximales Drehmoment von 400 Nm. Diese Version ist die einzige mit 4Drive-Allradantrieb. Damit verspricht Cupra eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden sowie eine elektronisch auf 250 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit.

Kommen wir zu den Abmessungen: Er ist 4,37 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,46 Meter hoch. Das DCC-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern weist vorne eine McPherson-Achse und hinten Mehrlenker auf. Im Vergleich zum konventionellen Leon liegt dessen Cupra-Ableger vorne um 25 Millimeter und hinten um 20 Millimeter tiefer. Die Lenkung ist progressiv ausgelegt. Das Bremssystem stammt von Brembo und verfügt über 370-Millimeter-Scheiben vorne samt kupferfarbenen Bremssätteln. Außerdem stehen vier Fahrprofile parat: Komfort, Sport, Cupra und Individual, wobei letzteres nach dem Geschmack des Benutzers konfigurierbar ist.