Home

Volvo

V40

Tests

Nur ein bisschen Kompakt-SUV

Der neue Volvo V40 Cross Country im Test

Nur ein bisschen SUV

Matthias Naumann Matthias Naumann

Von: Matthias Naumann

6. Feb. 2013 um 12:35 Uhr

Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen

Teilen

Als Volvo 1997 den V70 Cross Country auf den Markt brachte, war die Schwedenmarke die erste, die einfach ein bekanntes Modell höherlegte und mit einem Offroad-Outfit ausstattete. Andere Hersteller sind auf den Zug aufgesprungen, nannten ihre Modelle Allroad (Audi), Scout (Skoda) oder Cross (VW). Jetzt gibt es wieder einen Cross Country, auf Basis des noch jungen Golf-Gegners V40. Wir sind den kompakten Volvo im SUV-Look bereits gefahren.

Höher und auffälliger
Volvo setzt beim V40 Cross Country auf bewährte Zutaten: erhöhte Bodenfreiheit, robuste Kunststoffschürzen, bis zu 19 Zoll große Räder sowie einen angedeuteten Unterfahrschutz vorn und hinten. Auch die Dachreling, der Kühlergrill in Wabenoptik und schwarz glänzende Außenspiegelgehäuse unterscheiden den neuen Softroader vom Basisfahrzeug. Kaum Änderungen gibt es im ohnehin hochwertig gestalteten Innenraum, in dem verstärkt warme Naturtöne – etwa in Braun – zum Einsatz kommen. Der Fahrer profitiert von einer drei Zentimeter höheren Sitzposition und einer damit verbesserten Sicht, zumindest nach vorne. Denn aufgrund kleiner Fensterflächen und voluminöser D-Säulen ist der Cross Country hinten hinaus genauso unübersichtlich wie der herkömmliche V40. Die Kopffreiheit im Fond wird durch das nach hinten abfallende Dach eingeschränkt. Trotz 4,37 Meter Außenlänge ist das Platzangebot hinten ohnehin eher mäßig. Mit einem Volumen von 335 bis 1.032 Liter hält sich auch die Größe des Gepäckabteils in Grenzen, eine hohe Ladekante erschwert das Beladen.

Allradantrieb nur für die Topversion
Den Einsatz abseits befestigter Straßen sollen die um zwölf Millimeter höher gelegte Karosserie und ein deutlich gestrafftes Fahrwerk erlauben. Letzteres ist im Alltag aber fast schon eine Spur zu hart, nahezu jede Bodenwelle ist spürbar. Zumindest 30 Zentimeter Schnee stellten den V40 Cross Country auf unserer Testfahrt nicht vor Probleme. Allerdings gelangt der Frontantrieb – wenig überraschend – hier an seine natürlichen Grenzen. Einen Allradantrieb gibt's einzig für die Topversion, den T5-Benziner mit 254 PS. Letzterer macht on- wie offroad richtig Spaß, dürfte angesichts eines Basispreises von knapp 36.000 Euro aber hierzulande nur geringe Stückzahlen ausmachen.

Breit gefächertes Dieselangebot
Der 180-PS-Otto sowie die drei Diesel werden ausschließlich über die Vorderräder angetrieben. Sparsamster im Bunde ist der Basisdiesel mit 1,6 Liter Hubraum und 115 PS. Er soll nur 3,8 Liter auf 100 Kilometer schlucken, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm je Kilometer. Die Zweiliter-Selbstzünder mit 150 beziehungsweise 177 PS überzeugen durch Laufruhe und einen kernigen Fünfzylinder-Klang. Die ebenfalls gefahrene, stärkere Variante bietet stets guten Durchzug, das maximale Drehmoment von ordentlichen 400 Newtonmeter liegt zwischen 1.750 und 2.750 Umdrehungen an. In Kombination mit der komfortablen Sechsgang-Automatik soll so ein Durchschnittsverbrauch von 5,2 Liter möglich sein. Ab Werk ist eine präzise Sechsgang-Schaltung verbaut, hier wird der Verbrauch mit 4,4 Liter angegeben.

Fußgänger-Airbag und jede Menge Assistenten
Volvo-typisch ist die umfangreiche Sicherheitsausstattung des V40 Cross Country. Sie umfasst serienmäßig den bislang einzigartigen Fußgänger-Airbag und den Notbremsassistenten City Safety, der bis 50 km/h aktiv ist. Als optionale Systeme können darüber hinaus ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Totwinkelwarner, ein Spurhalteassistent mit Lenkunterstützung, ein Abstandstempomat und ein Müdigkeitswarner geordert werden. Auch eine Verkehrszeichen-Erkennung, ein aktiver Einparkassistent und ein Fernlichtassistent sind erhältlich.

1.800 Euro teurer
Die Cross-Country-Ausführungen kosten einen Aufschlag von jeweils 1.800 Euro gegenüber den vergleichbar motorisierten V40-Modellen. Los geht's bei 26.780 Euro für den Basisdiesel. Doch die Aufpreisliste ist auch bei Volvo mittlerweile lang und steht denen der deutschen Konkurrenten Audi, BMW und Mercedes kaum noch nach. Einen V40 Cross Country für deutlich über 40.000 Euro zu konfigurieren, ist überhaupt kein Problem.

Wertung

Preisliste

Volvo V40 D4 Geartronic Cross Country

Grundpreis: 32.580 Euro

Ausstattungen Preis in Euro ABS Serie ESP Serie ASR Serie Airbag Fahrer Serie Airbag Beifahrer Serie Seitenairbags vorn Serie Kopfairbags vorn Serie Kopfairbags hinten Serie elektr. Fensterheber vorn Serie elektr. Fensterheber hinten Serie elektr. verstellbare Außenspiegel Serie Klimaautomatik Serie Zentralverriegelung mit Fernbed. Serie Automatikgetriebe Serie Bildschirmnavigation 1.150 CD-Radio Serie MP3 Serie Metalliclackierung 700 Leichtmetallfelgen Serie (16 Zoll) Sitzhöheneinstellung Serie Tempomat 320 Lederausstattung 1.650 Xenonlicht 1.130 Kurvenlicht Serie bei Xenonlicht

Fußgänger-Airbag Serie Knie-Airbag Fahrer Serie Berganfahrassistent Serie Start-Stopp-System Serie Notbremsassistent City Safety Serie Dachreling Serie digitale Instrumente 360 aktiver Abstandstempomat mit Notbremsassistent inkl. Fußgängererkennung 1.700 Totwinkelwarner 540 Driver Alert inkl. Kollisionswarner, Spurhalteassistent, Verkehrsschildererkennung und Fernlichtassistent 830 Einparkhilfe hinten 360 Lenkung mit drei einstellbaren Lenkkraftmodi 150 Sitzheizung vorn 310 Sitzheizung hinten 220 Panorama-Glasdach 1.150 Einparkassistent 1.020 Licht- und Regensensor 100 Rückfahrkamera 450 LED-Tagfahrlicht 150 variabler Gepäckraumboden 100

Datenblatt

Motor und Antrieb Motorart Reihen-Dieselmotor mit Turboaufladung und Common-Rail-Direkteinspritzung  Zylinder 5  Ventile 4  Hubraum in ccm 1.984  Leistung in PS 177  Leistung in kW 130  bei U/min 1.750 bis 2.750  Drehmoment in Nm 400  Antrieb Frontantrieb  Gänge 6  Getriebe Automatik  Fahrwerk Spurweite vorn in mm 1.552  Spurweite hinten in mm 1.540  Radaufhängung vorn Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine, untere Dreieckslenker, Querstabilisator  Radaufhängung hinten Multi-Link-Einzelradaufhängung, Spiralfedern, Gasdruckstoßdämpfer, Querstabilisator  Bremsen vorn innenbelüftete Scheiben, 320 mm  Bremsen hinten Scheiben, 280 mm  Wendekreis in m 11,2  Räder, Reifen vorn 205/60 R16  Räder, Reifen hinten 205/60 R16  Lenkung servounterstützte Zahnstangenlenkung  Geländekompetenz Wattiefe in mm 300  Bodenfreiheit in mm 145  Maße und Gewichte Länge in mm 4.370  Breite in mm 1.802  Höhe in mm 1.458  Radstand in mm 2.646  Leergewicht in kg 1.611  Zuladung in kg 429  Kofferraumvolumen in Liter 335  Kofferraumvolumen, variabel in Liter 1.032  Anhängelast, gebremst in kg 1.500  Dachlast in kg 75  Tankinhalt in Liter 60  Kraftstoffart Diesel  Fahrleistungen / Verbrauch Höchstgeschwindigkeit in km/h 210  Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 8,3  EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 5,2  EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 6,8  EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km 4,3  CO2-Emission in g/km 137  Schadstoffklasse Euro 5  Fixkosten Haftpflicht-Klasse 18  Teilkasko-Klasse 21  Vollkasko-Klasse 24 

Bildergalerie: Nur ein bisschen SUV

Volvo

Nur ein bisschen SUV

18

Nur ein bisschen SUV Nur ein bisschen SUV Nur ein bisschen SUV Nur ein bisschen SUV Nur ein bisschen SUV Nur ein bisschen SUV

Diesen Artikel teilen

Meistgelesen

XPeng P7+ Long Range im Test: Dieser China-Stromer macht die Oberklasse nervös

XPeng P7+ Long Range im Test: Dieser China-Stromer macht die Oberklasse nervös

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht

AKTUELLSTE ARTIKEL

Auch interessant



Die Plug-in-Hybride mit der größten elektrischen Reichweite 2026



Tatsächlicher Verbrauch: Honda Jazz Vollhybrid (2026) im Test



Wie das Design einer Autofamilie entsteht



Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?



XPeng P7+ Long Range im Test: Dieser China-Stromer macht die Oberklasse nervös



Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...



Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?