Neues Herz für kompakten Schweden

In der Möbelbranche haben es uns die Schweden schon schön einfach gemacht: Wenn man ein Regal möchte, das einfach nur ein Regal ist, kauft man seit 1974 bei Ikea ein Baukasten-Möbelstück namens Billy. Es ist einfach gestrickt, sehr günstig sowie je nach Geschick zeitsparend aufzubauen. Wieso also nicht auch Automotoren nach dem Ikea-Prinzip gestalten? So hat Volvo in einen neuen Baukasten-Motor investiert. Ob sich die Investitionen gelohnt haben? Wir haben es getestet.

Neuer Einheitsblock
Künftig soll Zylinderzählen bei dem skandinavischen Autobauer der Vergangenheit angehören, so Entwicklungschef Dr. Peter Mertens. Fünf- oder gar Sechszylinder-Aggregate werden dann nicht mehr im Motorenangebot zu finden sein. Die neue Drive-E-Motorenreihe steht für Downsizing und soll dabei laut Volvo gesteigerte Leistung mit Effizienz vereinen. Alle Aggregate haben vier Zylinder und zwei Liter Hubraum. Sie basieren – egal ob Diesel oder Benziner – auf einem gemeinsamen Aluminiummotorblock. Dadurch weisen sie ausnahmslos gleiche Werte bei Zylinderabstand, Bohrung und Hub auf. Dies hat zur Folge, dass auch Kurbelwelle oder Ölwanne Gleichteile sind.

Zwei mal Turbo, vier mal Sensor
Bereits erhältlich ist der Volvo V40 als T5-Variante mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Benziner. Das Topmodell markiert mit 245 PS die Leistungsspitze im V40. Jetzt hat der kompakte Schwede den Allzweck-Block als Dieselausführung verpflanzt bekommen. Der Selbstzünder kommt mit doppelter Turboaufladung auf eine Leist...