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Tatsächlicher Verbrauch: Kia Seltos 1.6 T-GDI (2026) mit 180-PS-Benziner im Test

Wie viel Benzin braucht das Kompakt-SUV mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe im realen Verkehr?

Der getestete Kia Seltos an der Tankstelle
Bild von: Motor1.com

Der Kia Seltos ist neu in der Modellpalette des koreanischen Herstellers. Das 4,43 Meter lange Kompakt-SUV greift das kantige Design der neuesten Kia-Stromer auf. Hier besteht der Antrieb jedoch aus einem Benziner oder einem Vollhybrid-System. Beiden haben den bekannten 1,6-Liter-Vierzylinder, der auch im Niro, Sportage und Sorento zum Einsatz kommt.

Für meinen Verbrauchstest habe ich die Version 1.6 T-GDI gewählt, einen Benziner ohne Elektrifizierung, der 180 PS, ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb bietet. Auf unserer 360 km langen Standard-Teststrecke von Rom nach Forlì brauchte das Auto 5,65 Liter/100 km. Die Spritkosten lagen bei 40,48 Euro.

Kia Seltos (2026): Testdaten

  Kia Seltos 1.6 T-GDi 4WD DCT X-line
Grundpreis in Italien 41.000 Euro
Testdatum 26. Oktober 2026
Wetter (Start/Ziel) Heiter, 22 Grad / Heiter, 15 Grad
Kraftstoffpreis 1,990 Euro/Liter (Benzin)
Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì 75 km/h
Reifen Nexen N'Fera Sport
235/45 R19 95V
(EU-Label: C, A, 70 dB)

Kia Seltos (2026): Verbrauch

Der Verbrauch der Kia Seltos in den gängigsten Verkehrssituationen ist typisch für ein Kompakt-SUV mit leistungsstarkem Benzinmotor und Allradantrieb. Höhere Verbräuche wurden im gemischten Stadt- und Überlandverkehr verzeichnet, aber auch auf der (italienischen) Autobahn glänzt der Seltos nicht mit Effizienz. Der 50-Liter-Tank sorgt jedoch für eine Mindestreichweite von etwa 600 km. Spitzenwerte von nahezu 1.000 km können bei idealen Bedingungen auf langsamen Überlandfahrten erzielt werden.

Kia Seltos (2026)
Bild von: Kia

Kia Seltos (2026): Testverbrauch

  Verbrauch und theoretische Reichweite
  • Mischbetrieb (Stadt und über Land)

8,3 Liter/100 km
600 km theoretische Reichweite
(Italienische) Autobahn
  • 7,5 Liter/100 km
    665 km theoretische Reichweite
Spritspartest
  • 4,5 Liter/100 km
    1.110 km theoretische Reichweite
Bordcomputer-Anzeige 5,4 Liter/100 km
An der Tankstelle ermittelter Verbrauch 5,9 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten 5,65 Liter/100 km

Kia Seltos (2026): Technische Daten

  • Antrieb: Benzin, 1.598 ccm
  • Leistung: 180 PS
  • CO2-Emissionen (WLTP): 168 g/km
  • Leergewicht: 1.555 kg
  • Abgasnorm: Euro 6E-BIS

Kia Seltos (2026): Kraftstoffkosten

Kosten Kosten
Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) 40,48 Euro
Monatliche Kosten (800 km pro Monat) 89,95 Euro
Reichweite mit 20 Euro 178 km
Reichweite mit einer Tankfüllung 885 km

Kia Seltos (2026): Wie viel verbrauchen die Konkurrenten?

Mit einem Durchschnitt von 5,65 Liter/100 km steht der Kia Seltos im Ranking unserer Testergebnisse nicht besonders gut da – er liegt am unteren Ende. Höhere Verbräuche wurden nur beim Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141 PS AWD (5,95 Liter/100 km) und älteren Modellen wie dem Fiat 500X Cross 1.3 T4 150 PS DDCT FWD (6,00 Liter), Jeep Renegade 1.0 T3 120 PS MT 4x2 (6,30 Liter) und Cupra Formentor 2.0 TSI 310 PS 4Drive DSG (6,60 Liter) erzielt.

Sparsamer waren der Subaru Forester 2.0i e-Boxer (5,50 Liter), der Suzuki Vitara 1.0 Boosterjet AWD AllGrip Aut. (ebenfalls 5,50 Liter), der Jeep Avenger 4xe 1.2 Hybrid 48V 145 PS Aut. (5,20 Liter), der Suzuki S-Cross 1.4 Hybrid 4WD Aut. (5,05 Liter), der Dacia Bigster extreme mild hybrid 130 4x4 (4,75 Liter) und der Alfa Romeo Junior Ibrida Q4 145 PS eDCT6 (4,30 Liter).

Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.

Kia Seltos (2026): Was mir gefallen hat – und was nicht

Das getestete Fahrzeug war ein italienischer Kia Seltos 1.6 T-GDi 4WD DCT X-line, also die Top-Ausstattungslinie mit serienmäßiger Metallic-Lackierung, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz, LED-Scheinwerfern, getönten Scheiben und elektrisch bedienter Heckklappe, sowie Surround View Monitor, Totwinkelassistent, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und elektrisch verstellbarem Fahrersitz. All das kostet 41.000 Euro.

Kia Seltos (2026)

Kia Seltos: Das Cockpit

Bild von: Kia
Was mir gefällt Was mir nicht gefällt
Großzügiger Innenraum, auch für Gepäck Die Oberflächenverarbeitung im Interieur ist verbesserungswürdig
Hervorragender Fahrkomfort und gute Sicht Die Sitzbelüftung ist nicht sehr wirksam
Umfangreiche Ausstattung Der Motor ist eher effizient als spritzig
Sehr geringer Verbrauch außerhalb der Stadt  

Ein nicht unbedingt niedriger Preis, der aber durch die umfangreiche Ausstattung gerechtfertigt ist. Besonders gefallen hat mir der helle Innenraum und die gute Sicht, die sich durch die sehr hohen Fenster ergibt, sowie der hohe Fahrkomfort und das Geräuschniveau, das ordentliche Kofferraumvolumen und die gute Ergonomie.

   

Positive

  • Heller Innenraum und gute Sicht nach draußen
  • Guter Fahrkomfort, lobenswertes Geräuschniveau
  • Gute Ergonomie mit vielen physischen Bedienelementen
  • Modernes, angenehmes Design außen und innen
   

Negativ

  • Die ausfahrenden Griffe sind schick, aber nicht sehr praktisch
  • Hartplastik im Innenraum (allerdings meist an unauffälligen Stellen)
  • Etwas störende, wenn auch nicht übermäßige Kurvenneigung

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.