McLaren McL 6GT bringt das Schaltgetriebe nach 34 Jahren zurück
Der Brite ist zwar nur ein Konzept, aber er gibt Ausblick auf die Zukunft
Bei der Monterey Car Week präsentiert McLaren einen neuen Supersportwagen. Klingt jetzt erstmal nach keiner so ungewöhnlichen Nachricht. Doch dieses Modell bringt etwas zurück, das der Hersteller seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr angeboten hat. In Jahreszahlen seit 1992. Das manuelle Getriebe kommt zurück.
Der etwas sperrig benannte McLaren McL 6GT ist vom ursprünglichen M6GT von Bruce McLaren inspiriert, dem nie vollendeten Straßensportwagen-Projekt des Firmengründers. Während das Original nie in Serie ging, erklärt McLaren, dass der neue McL 6GT schließlich 2028 als Serienfahrzeug auf den Markt kommen soll. Und anders als die meisten modernen Supersportler überlässt er die Schaltarbeit nicht vollständig der Elektronik.
Moderne Interpretation des M6GT
Der McL 6GT verfügt über ein manuelles Getriebe, das die Kraft an die Hinterräder leitet. Damit ist es der erste McLaren mit Handschaltung seit dem Debüt des legendären F1 im Jahr 1992. McLaren hat noch keine vollständigen Antriebsdaten veröffentlicht, bestätigt aber, dass das Konzept von einem V8-Verbrennungsmotor angetrieben wird. Kombiniert ist dieser mit einem leichten Monocoque aus Carbonfaser sowie einer Karosserie aus Carbonfaser.
Optisch orientiert sich der McL 6GT stark am M6GT. Das Original zeichnete sich durch eine flache und breite Form, eine lange Dachlinie und ein markantes Kamm-Heck aus. Genau diese Merkmale greift das neue Modell auf, wenn auch in moderner Interpretation.
Die Fahrgastzelle ist direkt in die Karosserie integriert, während das Dach fließend in das hintere Deck und die Motorabdeckung übergeht. Zudem interpretiert McLaren die charakteristischen Rückleuchten des M6GT neu und integriert sie in das sogenannte "Racing Loop"-Designelement.
Auch zahlreiche kleinere Details verweisen auf die Historie. Das Kennzeichen von Bruce McLarens ursprünglichem M6GT wurde als dezente Grafik neu interpretiert, während seine Unterschrift im Motorraum zu finden ist. Der Speedy Kiwi, eines der frühesten McLaren-Logos, ist außerdem in den Tankdeckel eingraviert.
Im Innenraum verfolgt McLaren denselben Ansatz und kombiniert moderne digitale Instrumente mit haptischen Bedienelementen, gerändelten Aluminiumschaltern und einem manuell betätigten Schalthebel, der ein besonders mechanisches Bediengefühl vermitteln soll. Und ja, auch im Schalthebel selbst steckt ein kleiner Speedy Kiwi.
Die Kunst des mechanischen Fahrens
McLaren zufolge soll der McL 6GT die heute oft vernachlässigte Kunst des mechanischen Fahrens betonen. Das bedeutet hydraulische Lenkung statt eines rein elektronischen Setups, physische Bedienelemente und natürlich ein manuelles Getriebe.
Das Konzept ist jedoch nur ein Ausblick. Eine Serienversion soll frühestens 2028 erscheinen. Der neue Bolide soll oberhalb der aktuellen Sportwagen- und Supersportwagenpalette von McLaren positioniert werden. Einen Preis nennt das Unternehmen zwar nicht, zu erwarten ist jedoch ein Betrag von mehr als einer Million US-Dollar (etwa 864.000 Euro). Wie auch immer: Der McLaren mit Handschaltung ist zurück.
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