Czinger 21C Spyder: Ausgeklügeltes Bremssystem für 2,75 Millionen
Auch offen erzeugt das 1.250 PS starke Hypercar einen Anpressdruck von etwa 1.480 Kilo
Der Czinger 21C Spyder ist auf seine Weise noch extremer als seine Vorgänger. Es handelt sich um die dritte 21C-Variante des in Los Angeles ansässigen Herstellers. Das Fahrzeug ist mehr als nur eine offene Version des Modells. Der 21C Spyder debütiert mit einem innovativen, integrierten Bremssystem, das die ungefederten Massen reduziert und das Bremsgefühl verbessert.
Das neue System mit der Bezeichnung "BrakeNode" vereint Radträger, Bremssattel und die Leitungen für die Bremsflüssigkeit in einer einzigen Komponente. Laut Czinger verkürzt das neue System den Bremsweg im Vergleich zu herkömmlichen Bremsanlagen um bis zu 15 Prozent. Zudem spart es pro Rad rund 0,7 Kilo an ungefederter Masse.
Die vorderen Bremssättel sind mit Titan-Kolben ausgestattet; diese sorgen dafür, dass die Bremsflüssigkeit um 15 Prozent kühler bleibt als bei Bremsen mit Edelstahlkolben. Sie greifen auf Carbon-Keramik-Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 16,1 Zoll (vorne) beziehungsweise 15,3 Zoll (hinten) zu.
Czinger 21C Spyder.
Eine mechanische Scheibenglocke verbindet die Bremsscheibe mit der Radnabe. Laut Hersteller ermöglicht das "BrakeNode"-System zudem eine einfachere Wartung als herkömmliche Bremsen, da der Bremssattel nicht demontiert werden muss, um die Bremsbeläge oder -scheiben zu wechseln.
Die Bremsbeläge lassen sich durch die obere Öffnung der Konstruktion austauschen, während die Bremsscheiben "seitlich herausgeschwenkt" werden können. Czinger hat das BrakeNode-System an der Unterseite mit einer Ablassschraube für die Hydraulikflüssigkeit ausgestattet.
Bewährte Leistung, neues Konzept
Der Czinger 21C Spyder verfügt über denselben Hybridantrieb wie das HDF-Modell. Dabei handelt es sich um einen 2,88-Liter-V8-Motor mit Biturbo-Aufladung, der mit zwei Elektromotoren an der Vorderachse sowie einer Motor-Generator-Einheit an der Hinterachse kombiniert ist. Die Gesamtleistung beträgt 1.250 PS bei einem Drehmoment von etwa 937 Nm.
Diese Leistung reicht aus, um das Fahrzeug in 1,9 Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde (ca. 96 km/h) zu beschleunigen. Das Hypercar absolviert die Viertelmeile in 8,7 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 330 km/h.
Innenraum des Czinger 21C Spyder.
Ohne Dach erzeugt der 21C bei einer Geschwindigkeit von 150 mph (ca. 241 km/h) einen erstaunlichen Anpressdruck von 1.481 Kilogramm. Mit montiertem Dach steigt dieser Wert auf 1.500 Kilo. Das entspricht der HDF-Version, mit der sich das Fahrzeug das Aerodynamikpaket teilt. Fast 60 Prozent des Anpressdrucks wirken auf die Hinterachse, was die Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessert.
Der Spyder verfügt über einen durchgehenden Unterbodendiffusor, der den hinteren Hilfsrahmen und das Getriebe umschließt. Bei Letzterem handelt es sich um ein Siebengang-Transaxle-Getriebe mit Einscheibenkupplung. Zudem ist das Fahrzeug mit einem ca. 1,93 Meter breiten Heckflügel ausgestattet, der über eine "Schwanenhals"-Aufhängung verfügt.
Preis und Produktion
Für den Czinger 21C Spyder wird ein Einstiegspreis von 2,75 Millionen US-Dollar (2,38 Millionen Euro) aufgerufen. Das Unternehmen plant, lediglich 30 Exemplare zu fertigen – alle in Handarbeit im Produktionswerk in Los Angeles. Individualisierungsmöglichkeiten sind natürlich möglich
Quelle: Czinger
Auch interessant
Koenigsegg CCGT1 (2026): Ein Le-Mans-Traum mit 1.600 PS
Volkswagen: Weniger Modelle für mehr Innovationen
Ferrari CZ26 (2026): Aus SF90 wird ein Berlinetta-Unikat
Unterwegs auf großer Fahrt im Leapmotor B10 EV Hybrid (2026)
Audi A2, Smart Fortwo, Citroen 2CV: Comeback der Legenden
Bürstner Habiton 6.1 (2026): Mercedes-Camper jetzt auch mit Querbett
BYD entwickelt wohl 2000-PS-Monster für die Rennstrecke