Forster Vantasy (2026): Neuer Campervan startet unter 50.000 Euro
Drei Grundrisse, neues Vario-Bad und mehr Platz
Campervans werden größer, komfortabler und leider meistens auch teurer. Forster schlägt beim neuen Vantasy einen etwas anderen Weg ein. Die komplett überarbeitete Baureihe startet bei 48.900 Euro und bleibt damit knapp unter einer inzwischen selten gewordenen Preisgrenze. Gleichzeitig wurde im Innenraum spürbar nachgelegt.
Ganz überraschend kommt das Update nicht. Bereits im vergangenen Jahr bekam der günstigere Forster Livin' Up Pro eine neue Möbelkonstruktion, die nun auch in den Vantasy wandert. Dazu passt: Mit dem überarbeiteten Alkovenmodell A 699 DVB hat Forster bereits gezeigt, dass sich das neue Familiendesign künftig durch mehrere Baureihen ziehen soll. Im Vantasy trifft dieser Look jetzt auf einen erfreulich niedrigen Einstiegspreis.
Bildergalerie: Forster Vantasy (2026)
Technisch bleibt vieles vertraut. Der Vantasy basiert weiterhin auf dem Fiat Ducato und kommt in drei Varianten. Der V 599 HB (5,99 Meter) setzt auf das klassische Querbett im Heck. Darüber rangieren die beiden 6,36 Meter langen Modelle: der V 636 EB mit Einzelbetten und der V 636 HB mit übereinander angeordneten Heckbetten. Breite (2,05 Meter), Höhe (2,65 Meter) und die 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse bleiben bei allen identisch.
Beim Antrieb startet der kurze V 599 HB serienmäßig mit 120 PS, über das Travel-Line-Paket sind 140 PS vorgesehen. Die längeren Versionen kommen direkt mit 140 PS. Zusätzlich steht wieder ein 160-PS-Diesel zur Wahl, ebenso eine Achtgang-Automatik. Wer mehr Schlafplätze braucht, kann den Vantasy optional mit Aufstelldach bestellen inklusive Panorama-Dachfenster.
Spannender wird es im Innenraum. Forster übernimmt die neue Möbelarchitektur des Livin' Up und gewinnt laut eigenen Angaben rund acht Zentimeter mehr Bewegungsfreiheit im Gang. Gleichzeitig wachsen die Oberschränke um bis zu 16 Zentimeter in die Tiefe. Zusätzliche Ablagen über den Hecktüren und im Fahrerhaus sollen Stauraum schaffen, ohne den ohnehin knappen Platz weiter zu verbauen.
Auch die Küche wurde neu gedacht. Der durchgehende Block bietet laut Forster rund 50 Prozent mehr Arbeitsfläche und lässt sich per Auszug erweitern. Dazu kommen eine Multifunktionswand, ein Zweiflammkocher und ein 84-Liter-Kühlschrank. Klingt unspektakulär, dürfte im Alltag aber genau dort punkten, wo jeder Zentimeter zählt.
Neu ist außerdem das Vario-Bad mit schwenkbarer Duschwand. Damit lässt sich der kompakte Raum je nach Bedarf zwischen Waschplatz, Toilette und Dusche umorganisieren. Im Heck sorgen aufstellbare Lattenroste mit Dämpferunterstützung für besseren Zugang zum Stauraum. Beim V 636 EB lassen sich zusätzlich die Stauboxen unter den Einzelbetten herausnehmen.
Optisch verabschiedet sich der Vantasy ein Stück weit vom klassischen Einstiegsmodell-Look. Helle Naturholzflächen treffen auf cremeweiße, grifflose Oberschrankklappen mit dunklen Kontraststreifen. Textile Wandverkleidungen, weichere Polster, Organizer und Ambientebeleuchtung sollen den Innenraum wohnlicher machen.
Zur Serienausstattung zählen unter anderem rahmenbündige Fenster, eine 4-kW-Dieselheizung, ein 85-Liter-Frischwassertank und 90 Liter Abwasser. Optional gibt es verschiedene Pakete: Die Innovation Line bringt unter anderem Klimaautomatik, elektrische Parkbremse, digitales Kombiinstrument, induktives Laden, adaptiven Tempomat, Totwinkelassistent und 16-Zoll-Alufelgen.
Für kältere Regionen ergänzt die Arctic Line unter anderem eine Combi D6E sowie einen isolierten und beheizten Abwassertank. Am Ende bleibt der wichtigste Punkt der Preis: 48.900 Euro ruft Forster mindestens für den neuen Vantasy auf. Damit bleibt ein ausgewachsener Ducato-Campervan tatsächlich unter der 50.000-Euro-Marke, trotz neuer Möbel, Dieselheizung und Vario-Bad.
Alternativen gibt es natürlich: etwa den ungewöhnlichen Karmann Dexter 555 mit Hubbett, den stärker auf Manufaktur getrimmten Kompanja Zwei L oder den traditionsbewussten Westfalia Sven Hedin 50 Jahre Edition auf MAN-Basis. Der Forster kontert vor allem mit einem Argument: ziemlich viel Campervan fürs Geld.
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